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Wolkenburg im Siebengebirge

Geschichte:

Die Anfänge der auf einem markanten Berggipfel gelegenen Wolkenburg reichen bis in das erste Viertel des 12. Jh.s zurück. Als Initiator der Baumaßnahme gilt der Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenberg (1100-1131), der 1131 auf der Burg verstarb. Der Wolkenburg fiel die Aufgabe der Sicherung des Weges von Rhöndorf in den Westerwald zu. Später bildete sie einen wichtigen Stützpunkt gegen die expansiven Bestrebungen der Grafen von Sayn (Löwenburg, Blankenberg an der Sieg). Ein Ritter Rudolf von Wolkenburg wird bereits 1125 in der schriftlichen Überlieferung erwähnt. Die Familie scheint zu Beginn des 14. Jh.s ausgestorben zu sein. Seit 1344 sprechen die Quellen von einem kurkölnischen Amt Wolkenburg. Burg und Amt gelangten 1425 in den Pfandbesitz des Godart von Drachenfels. 1493 wurden die Burgen Drachenfels und Wolkenburg gewaltsam von kurkölnischen Truppen eingenommen. Nachdem 1499 ein kölnischer Amtmann erwähnt wird, befindet sich die Burg 1509 erneut in der Hand des Godart von Drachenfels und seiner Vettern, der Herren von Walbott von Bassenheim. Im Laufe des 16. Jh.s verfiel die bereits 1592 als Ruine bezeichnete Burg. Der Hauptturm stürzte 1740 im Zuge von Steinbrucharbeiten am Gipfel des Berges ein. (J. F.)

Bauentwicklung:

Zu Baugeschichte und Baugestalt sind aufgrund der vollständigen Vernichtung des Burgareals durch Steinbruchbetrieb bis zu Beginn des 20. Jh.s, keine zuverlässigen Aussagen möglich. Wenig zuverlässig scheint die schematische Darstellung der Wolkenburg auf einer Karte des 17. Jh.s. (J. F.)

Baubeschreibung:

Aufgrund der Zerstörung der Burg sind keine Aussagen zur Anlagegestalt möglich. In der schriftlichen Überlieferung ist lediglich von dem Hauptturm (Bergfried) die Rede, der bereits 1740 dem Steinbruchbetrieb zum Opfer fiel. Eine eher flüchtige Skizze aus dem 17. Jh. zeigt eine baulich vielgestaltige Burg mit dominantem Bergfried. (Jens Friedhoff)