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Varresbeck

Geschichte:

Erstmals erwähnt wurde das Haus Varresbeck am 1. Januar 1402 in einer Teilungsurkunde als Sitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechts, Lehensleute der Herzöge von Berg. Varresbeck gehörte zur erzstiftisch-kölnischen Herrschaft Elberfelds. Dies geht aus einer Urkunde von 1435 hervor. In diesem Jahr erwarb Eberhard Schwarz, ein bergischer Lehnsmann das Gut. 1422 hatte Wilhelm von Varresbeck zu Reval seinem Schwager Heinrich Flecke von Nesselrode die Verwaltung seiner bergischen Güter übergeben. Vermutlich ging der Besitz 1505 von Clemens Schwarz an Jasper to der Loen über. Erst 1569 belegt eine weitere Nachricht, dass ein Johann, Sohn des Petrus Lo, sein Sechstel von Varresbeck an seinen Schwager Engel Teschenmacher verkauft. Anfang des 17. Jahrhunderts kam es zu Unstimmigkeiten, welche Dienste die Besitzer gegenüber dem Lehensherrn zu leisten hätten. Die entsprechende Regelung besagte dann, dass Varresbeck den Status als erzstiftisch-kölnisches Afterlehen verlor, aber als Sattelgut des Bergischen Herzogs fungierte. Die Besitzer waren demnach zwar dienst- und abgabenfrei, mussten aber im Kriegsfalle einen bewaffneten Reiter stellen.
Die Geschichte Varresbecks endet in Wuppertal 1972, als das verbleibende Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert einem Straßenneubauprojekt weichen musste. Allerdings wurde
das Haus vom Architekten Hans Schwippert aufgemessen und für eine Translozierung vorbereitet. Im Jahre 1972 begann nach langen Verhandlungen die Translozierung in das Freilichtmuseum Gut Hungenbach im bergischen Kürten. Dort wurde das Gebäude 1981 unter der Leitung von Hildegard von Fragstein wiederaufgebaut. Durch mangelhafte Lagerung war das Eichenholz nicht mehr verwendbar, das Bochumer Unternehmen Stangenberg fertigte die Gebäudekonstruktion neu. (Rüdiger Bernges)

Bauentwicklung:

Das heute in Kürten im Freilichtmuseum - jetzt Hotel-Restaurant - Gut Hungenbach stehende Fachwerkhaus des Hofes Varresbeck soll in seinen Grundzügen aus dem 16. Jahrhundert stammen. Weitere Aussagen lassen sich mangels Masse zur Bauentwicklung nicht treffen. (Rüdiger Bernges)

Baubeschreibung:

Übrig geblieben von Varresbeck ist ein Fachwerkhaus auf einem Fundament von Bruchsteinen aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus steht wiederaufgebaut im Freilichtmuseum - heute Hotel-Restaurant - Gut Hungenbach im bergischen Kürten. Darüber hinaus ist wenig bekannt über den baulichen Umfang des ehemaligen Rittersitzes. (Rüdiger Bernges)