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Jonker

Geschichte:

Nach Angabe des Heimatforschers J.P. Lentzen wird die Stelle, die im Volksmund "Jonker" heißt (heutiger Flurname "Am Junkers") in einem Aktenstück aus dem Jahre 1718 als "das rothe Haus" bezeichnet, demnach könnte seiner Meinung nach ein im 13. Jh. als Zeuge unter einer Urkunde (betr. Erwerbungen der Abtei Kamp in Fischeln HSTAD Kamp Urk. 274) aufgeführter Theodoricus de Rothe hier ansässig gewesen sein. Zur Volkssage gibt es ein Gedicht im Fischelner Sonntagsblatt von 1930. (Christoph Reichmann)

Bauentwicklung:

Konkrete Angaben zur baulichen Entwicklung der zweiteiligen Wasserburg sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht möglich. (Christoph Reichmann)

Baubeschreibung:

Im Luftbild deutlich erkennbar ist die von einem runden Graben umgebene Hauptburg im Westen und die etwas größere rechteckige Vorburg im Osten. Die Gräben der Vorburg schließen anscheinend unmittelbar an die Hauptburg an. Der Graben der Hauptburg zur Vorburgseite hin ist im Luftbild nur schwach ausgepägt, so dass fast der Eindruck einer zusammenhängenden Grabenanlage entsteht. Schwach erkennbar ist außerdem ein kleinerer Kreis in der Hauptburg. (Ch.Rei.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Aus neuerer Zeit liegen nur Lesefunde vor, darunter eine Badorfer Scherbe, die jedoch nicht notwendig mit der Burg in Verbindung stehen muss. Im 19. Jh. wurden nach Lentzen (Tagebuch) in den noch offenen Gräben hellrote Ziegelsteine, Tuffsteine und graue Scherben gefunden. (Christoph Reichmann)