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Adenau, Burghaus zur Mühlen

Geschichte:

Die Anfänge des Rittersitzes zur Mühlen am Stadtrand von Adenau reichen bis in die zweite Hälfte des 14. Jhs. zurück. Im Jahre 1377 wird das Anwesen als Nürburger Burglehen vom Erzstift Köln an Matthäus von Speygelberg ausgegeben. 1422 wird Peter von Rodesberg als Inhaber des Burglehens zur Mühlen erwähnt. 1457 wird dessen Sohn, Konrad damit belehnt. An die Stelle des spätmittelalterlichen Burghauses trat 1659 ein barocker Neubau durch den damaligen Besitzer Wilhelm Brewer. 1794 erhielt Peter Josef von Clauspruch das Haus als Lehen für sich und seine Geschwister. 1830 wurde der Besitz schließlich veräuißert und parzelliert. Das Hofgebäude gelangte 1833 an den Notar Küffenheim. Nach einer Brandzerstörung 1863 erfolgte der Wiederaufbau des Herrenhauses, das 1931 grundlegend verändert wurde. Heute beherbergt der ehemalige Rittersitz Zur Mühlen verschiedene Einrichtungen des nahegelegenen St. Josef-Krankenhauses. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Zur Baugeschichte liegen kaum gesicherte Erkenntnisse vor. Die Baugestalt des mittelalterlichen Burghauses, das vermutlich durch einen vom Adenauer Bach gespeisten Wassergraben geschützt war, ist unklar. Der heutige, 1931 grundlegend umgestaltete Gebäudekomplex des Herrenhauses orientiert sich in seinen baulichen Proportionen sehr wahrscheinlich an dem barocken Herrenhaus des 17. Jhs. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Bei dem nur noch schwerlich als Adelssitz zu identifizierende Bau handelt es sich um ein zweistöckiges Gebäude mit 11 zu 3 Fensterachsen. (Jens Friedhoff)