EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Scharenburg

Geschichte:

Die Scharenburg war eine kurzlebige Burg, welche die Ostgrenze des Bistums Hildesheim sichern sollte. Urkundlich erwähnt wird sie 1388, als der Stifts-Feldhauptmann Hans von Schwicheldt eine Rechnung für Bauarbeiten am Turm der Scharenburg bezahlte. 1393 bedankte sich der Bischof bei der Stadt Goslar für die Mithilfe beim Bau der Burg und gestattete ihre Mitnutzung. In den Jahren 1403 bis 1418 erscheint die Scharenburg verschiedentlich in den Hildesheimer Urkunden. 1432 wird sie nochmals als Tagungsplatz vorgeschlagen, danach verschwindet sie aus der schriftlichen Überlieferung. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich keine Angaben zur Bauentwicklung machen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Scharenburg liegt zwischen zwei tief in den Hang einschneidenden Erosionsrinnen, die als natürlicher Flankenschutz dienen. Oberflächlich scheint sie erst in den letzten Jahrzehnten eingeebnet worden zu sein. Der ursprünglich ca. 25 x 30 m messende Burgplatz ist im Osten durch einen Hangabrutsch zur Oker zerstört. Im Westen wird die Burg gegen die Hochebene durch einen geraden Abschnittswall von 30 m Länge geschützt. Vorgelagert ist ein 15 m breiter Graben mit Vorwall. Der Graben geht an seinen beiden Enden in die Rinnen über. Sondagen haben ergeb, dass die Innenfläche durch eine Ringmauer mit quadratischen Ecktürmen geschützt war. Von der Bebauung im Inneren ist nur ein Brunnen fast im Zentrum der Innenfläche bekannt. Der Zugang lag im Norden und war durch einen zusätzlichen Turm außerhalb der Befestigung geschützt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Sondagen 1968.