EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Anebos

Geschichte:

Die hochmittelalterliche Burg Anebos war vermutlich der Stammsitz eines gleichnamigen Reichsministerialengeschlechts, das sich vom letzten Jahrzehnt des 12. Jh. bis etwa 1250 nachweisen lässt. Zusammen mit einem Teil des Reichsgutes und mehreren Reichsburgen wurde Anebos von der Gattin des Reichstruchsessen Philipp I. von Falkenstein, Isengard, an König Konrad IV. übergeben. Urkundliche Nachrichten von der Burg liegen letztmalig aus dem Jahr 1266 vor. Nach Ausweis des Baubefundes erscheint eine Aufgabe der Burg vor 1300 jedoch eher unwahrscheinlich. Die Anlage gelangte über das Königlich Bayerische Forstsatär bzw. die Forstverwaltung des Freistaates Bayern schließlich 1963 an die Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz (jetzt: GDKE Rheinland-Pfalz). (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Zum ältesten Baubestand (grob um 1100 ) gehören die Ringmauer, ein Gebäude an der Ostseite des Kernfelsen, das Tor und ein Gebäude unmittelbar amTorweg sowie Spuren einer Holzbebauung auf dem Kernfelsen. In der 2. H. des 12. Jhs. oder um 1200 dürfte der Bergfried auf dem Kernfelsen datieren. Den jüngsten Baubestand bildet ein mehrphasiges Gebäude, dass die östliche Ringmauer überlagert und wohl im Laufe des 13. Jhs. entstanden ist. (Dieter Barz)

Baubeschreibung:

Außerhalb der Burg legt eine Mauer aus groben Bruchsteinen eine ältere Befestigung nahe. Eine polygonale Ringmauer mit kleinquadrigen Mauerwerk umschließt die Burg. Auf dem 18 m hohen Kernfelsen wurde nach einer "Holzbauphase" ein Bergfried mit ebenerdigem Eingang und Schiessscharte errichtet. Den Aufgang zum Bergfried schützte ein Gebäude. Die Wohngebäude liegen direkt am Kernfelsen. Ein späterer Bau überlagert die östliche Ringmauer. (Dieter Barz)

Arch-Untersuchung/Funde:

Seit 2000 werden erneut Ausgrabungen druchgeführt.