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Blumenstein

Geschichte:

Burg Blumenstein wurde vermutlich von dem aus dem Elsass in der Nähe von Hagenau begüterten edelfreien Geschlecht der Herren von Batzendorf gegründet. Der Baubefund spricht für eine Entstehung um die Mitte des 13. Jahrhunderts. In den Schriftquellen ist 1332 von einem Anselm von Batzendorf zu Blumenstein die Rede, der 1347 in Auseinandersetzungen mit der Stadt Hagenau und den Herren von Fleckenstein-Sulz vertrieben wird. In der Folgezeit teilen sich mehrere Besitzer die Burg. Drei Viertel der Burg befanden sich in der Verfügungsgewalt der Herren von Fleckenstein-Sulz und der Grafen von Zweibrücken. 1351 gelangten die Herren von Dahn in den Besitz von Burganteilen. Seit dem ausgehenden 16. Jahrhunderts sprechen die Quellen von einer zerstörten Burg, die offenbar nicht mehr bewohnbar war. Heute befindet sich Burg Blumenstein im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion: Burgen, Schlösser, Altertümer). (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die Schildmauer und ursprüngliche Ringmauer der Oberburg, mit sorgfältig versetzten Buckelquadern, weisen auf die 1. H. d. 13. Jhs. hin. Vereinzelt können einfache Steinmetzzeichen beobachtet werden. Offenbar geriet die Burg Blumenstein bereits im ausgehenden 16. Jahrhundert in Verfall. (Dieter Barz)

Baubeschreibung:

Kompakte, kleine Burganlage. Die lediglich 8 m breite und 80 m lange Oberburg wird an der westlichen Angriffsseite von einer Schildmauer geschützt. Von der nördlichen Ringmauer haben sich Fragmente mit Buckelquadern erhalten. Auf der oberen Ebene befindet sich eine D-förmige Zisterne. Im Aufgangsbereich zur Oberburg liegt eine Felsenkammer mit Spuren eines Tretrades. In der Unterburg haben sich Ausarbeitungen für eine Filterzisterne erhalten. Auf eine weitere Bebauung weisen nur noch Balkenlöcher im Felsen hin. (Dieter Barz)