EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Mahlspüren im Tal, Burgstall bei den Burgäckern

Geschichte:

Die Burg bei Malspüren im Tal wird nie in den Schriftquellen erwähnt. Es wird vermutet, dass sie Sitz der Herren von Malspüren war, die 1090 erstmals in der historischen Überlieferung erscheinen. 1278 wird ein Angehöriger des Geschlechts als Bürger der Stadt Überlingen erwähnt, so dass anzunehmen ist, dass die Burg schon vorher aufgegeben wurde. Die letzte Erwähnung eines Angehörigen des Geschlechts erfolgte im Jahr 1315. Ein weiterer möglicher Besitzer der Burg ist ein 1263 erwähnter Rudolf von Frickenweiler, der sich nach einem Ort ca. 500 m südwestlich der Burgstelle benannt hat. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Angaben zur Bauentwicklung gemacht werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt auf einer langgestreckten Kuppe über dem Tal der Mahlspürener Aach, die über einen niedrigen Sattel im Nordosten mit dem nördlich liegenden Bergmassiv verbunden ist. Die Anlage ist in Vorburg und Hauptburg gegliedert, die durch einen 6 m tiefen Halsgraben mit einer Sohlbreite von 5 m voneinander getrennt sind. Der Graben setzt sich um den Hauptburghügel als 3-5 m breite Terrasse fort. Die trapezförmige Hauptburg erhebt sich ca. 40 m über den Talgrund, ihr Plateau nimmt eine Fläche von ca. 36 x 38 m ein. Die nordöstlich gelegene Vorburg ist ca. 17 x 11 m groß. Mauerreste oder andere Baustrukturen sind oberflächlich nicht mehr feststellbar. Südöstlich der Burg befindet sich im Tal die Flur "Burgäcker". (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Heine hat am Ende der 1970er Jahre bei der Objektbesichtigung drei Grabungsschnitte vorgefunden, über deren Initiatoren und Ergebnisse nichts bekannt ist.