EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Lohmar

Geschichte:

Die Anfänge der Burg Lohmar reichen bis in die Mitte des 14. Jh. zurück. Graf Dietrich II. von Heinsberg-Löwenburg, Herr zu Blankenberg, errichtete auf dem Gelände einer Vorgängeranlage unmittelbar am Ufer der Agger und am Flußübergang nach Altenrath eine Wasserburg entgegen ausdrücklicher Vereinbarung zwischen den Grafen von Berg und den Inhabern der vormals saynischen Herrschaft Blankenberg, wonach der Bau von Befestigungen im Grenzgebiet beider Territorien untersagt war. Graf Gottfried, der Neffe Dietrichs, verpflichtete sich 1361, die Burg nur als "Wohnung" zu nutzen und nicht weiter zu befestigen. Nach dem Übergang des Landes Blankenberg an das Herzogtum Berg im 15. Jh. gelangte die Burg zunächst an die Herren von Roide. Von 1444 bis 1693 waren die von den Reven Eigentümer der Burg. Der Familie folgten bis zu Beginn des 19. Jhs. weitere Adelsgeschlechter. Seit 1875 ist die Burg in zwei landwirtschaftliche Betriebe geteilt. (J.F.)

Bauentwicklung:

Detaillierte Untersuchungen zur baulichen Entwicklung der Wasserburg stehen noch aus. Zum spätmittelalterlichen Baubestand gehört vermutlich das zweigeschossige Herrenhaus. Die zum Herrenhaus geöffnete dreiflügelige Vorburg mit Fachwerkgebäuden datiert ins 18. Jh. (J. F.)

Baubeschreibung:

Die zweiteilige, von einem Graben umgebene Anlage gliedert sich in eine dreiflügelige Vorburg mit über Steinsockel errichteten Fachwerkgebäuden des 18. Jh. sowie die im Wesentlichen aus dem zweigeschossigen Herrenhaus bestehende Hauptburg. Die Anfänge des Hauptgebäudes reichen vermutlich bis in die Gründungszeit der Burg, in die Mitte des 14. Jhs. zurück. An der Ostfassade vermitteln die kleineren Fenster möglicherweise die Dimensionen der früher quergeteilten gotischen Fenster. (J.F.)