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Sülz

Geschichte:

Die Niederungsburg Sülz geht vermutlich auf ein 1075 erwähntes Gut der Pfalzgrafen zurück. Im Jahr 1367 berichten die Schriftquellen von der Verpfändung des Hauses Sülz durch den Knappen Gottschalk Crevil an die Abtei Siegburg. Später gelangte die Burg an die Familie von Stael und auf dem Erbwege 1547 an die von Bellinghausen, dann an die von Zweiffel. Durch Heirat fiel Sülz 1641 an Reinhard von Hillen. Nach mehrfachem Besitzerwechsel ging der Rittersitz schließlich 1766 an die aus Frankreich stammenden Freiherren von La Valette St. George über. Die mittelalterliche Burg wurde im Zuge eines spätbarocken Neubauprojekts abgebrochen. Heute befindet sich das Anwesen in bürgerlichem Besitz. (J.F.)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte der Wasserburg Haus Sülz ist bislang noch nicht erforscht worden. Von der mittelalterlichen Anlage des 14. Jh., die 1766 einem spätbarocken Neubau weichen musste, blieben lediglich einige spärliche Fundamentreste erhalten. Das Neubauprojekt wurde nur teilweise ausgeführt. Errichtet wurde lediglich der südwestliche Flügel der Vorburg mit der Toreinfahrt und einem dreigeschossigen Eckturm. Der Baukörper wurde 1936 um einen neuen Trakt mit einem zweiten Eckturm ergänzt. (J.F.)

Baubeschreibung:

Grundriss und Baugestalt der mittelalterlichen Anlage sind lediglich anhand der Geländetopographie nachvollziehbar. Auf der annähernd quadratischen Insel lag die Vorburg und südlich davon die kleinere, rechteckige Hauptburg. Der noch bestehende mehrflügelige Gebäudekomplex der barocken Vorburg mit zwei Ecktürmen entstand 1766 bzw. 1936. (J.F.)