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Allner

Geschichte:

Die bislang urkundlich nachvollziehbare Geschichte des Schlosses Allner reicht bis ins erste Viertel des 15. Jh. zurück. 1420 nennt sich der Adelige Arnold von Markelsbach, der ein Jahr zuvor, 1419 als Lehnsmann des Stifts Vilich bezeugt ist, erstmals mit dem Namenszusatz "genannt von Allner". 1421 ist Arnold von Markelsbach genannt Allner als Amtmann des bergischen Amtes Blankenberg nachweisbar. Auf dem Erbwege gelangte Schloss Allner 1557 an die Familie Scheiffard von Merode genannt von Kühlseggen. Ende des 17. Jh. fiel der Besitz durch Heirat an die Spies von Büllesheim von Satzvey, die das Schloss schließlich Ende des 18. Jh. infolge eines über einhundert Jahre andauernden Erbstreits um den Rittersitz Merten an die Grafen von Hatzfeldt-Werther-Schönstein abtreten mussten. Nach mehrfachem Besitzerwechsel (u.a. die Familie von Loe zu Wissen, Grafen Adelsmann von Adelsmannsfelden) gelangte Allner an die Familie Horstmann-Pagenstecher, die die Anlage 1953-72 als Kinderheim zur Verfügung stellten. 1979 verkauften sie den Besitz an die I.A.S.-Anlagen GmbH in Krefeld, die alle Baulicheiten zu exklusiven Eigentumswohnungen umgestalten ließ. (J.F.)

Bauentwicklung:

Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Vorgängeranlage des barocken Schlosses Allner liegen bislang noch nicht vor. Der Baubestand des ursprünglich von Wassergräben umgebenen viergeschossigen Herrenhauses auf kreuzförmigem Grundriss mit rechteckigen Nebengebäuden in den vorderen Winkeln und hohem, von einer zentralen Laterne bekrönten Walmdach reicht in die Mitte des 17. Jh. zurück. (J.F.)

Baubeschreibung:

An der Stelle der mittelalterlichen Niederungsburg entstand Mitte des 17. Jh. das noch erhaltene, sehr gepflegte, viergeschossige Herrenhaus über kreuzförmigem Grundriss. Die ursprünglich das Herrenhaus umgebenden Wassergräben wurden eingeebnet. Etwa zur gleichen Zeit wie der Neubau des Herrenhauses erfolgte die Anlage der langgestreckten Wirtschaftsgebäude. (J.F.)