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Endenich

Geschichte:

Die Anfänge der ehemals zweiteiligen Wasserburg Endenich reichen vermutlich in das beginnende 13. Jh. zurück. Als Initiatoren des Burgenbaus gelten die Herren von Endenich, deren Nachfahren sich im Spätmittelalter "vamme Huys" nannten. Auf dem Heiratswege gelangte Endenich 1616 an die Freiherren von und zu Weichs. Aus deren Besitz gelangte die Burg 1690 durch Verkauf an den kurfürstl. Hofkammerdirektor Johann Heinrich von Lapp (1651-1710). 1812 wechselte die Burg in das Eigentum des Arztes und Mineralogen Karl Wilhelm Nose (gest. 1835) und 1830 an den Landrat des Kreises Bonn, Ludwig Eberhard von Hymmen. Heute beherbergen die beiden noch erhaltenen Flügel der Vorburg die Stadtbibliothek, Zweigstelle Endenich. (J.F.)

Bauentwicklung:

Untersuchungen zur baulichen Entwicklung der mittelalterlichen Wasserburg fehlen. Die zweiteilige, aus Vor- und Hauptburg bestehende Anlage wurde sehr wahrscheinlich 1689 durch die Franzosen zerstört. Die ursprüngliche topographische Situation der zweiteiligen Wasserburg spiegeln ein Lageplan nach dem Kataster von 1861 und eine Geländekarte von 1911 wider. In ihrer jetzigen Form entstanden die Vorburggebäude zu Beginn des 18. Jh. Der südöstliche Flügel wurde 1960 wegen Baufälligkeit abgetragen. (J.F.)

Baubeschreibung:

Von der zweiteiligen Wasserburg blieben lediglich zwei langgestreckte Flügel der ins frühe 18. Jh. datierenden Vorburg erhalten. Das vermutlich vom Endenicher Bach gespeiste Grabensystem ist zum großen Teil verfüllt.(J.F.)