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Rheindorfer Burg

Geschichte:

Die Anfänge der Rheindorfer Burg reichen bis in die erste Hälfte des 12. Jh. zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg in dem 1140 ausgestellten Lehnsbrief der Grafen von Saffenburg für den Ritter Christian von Rinchedorp. 1441 gelangte die Rheindorfer Burg an den Ritter Lutter Quadt zu Tormburg. Dessen Nachkommen veräußerten den Rittersitz 1701 an die Kölner Jesuiten. Nach deren Enteignung wurde die Burg dem Gymnasial- und Stiftungsfond zu Köln einverleibt. 1925 erwarb die Deutsche Ordensprivinz "Teutonia" e.V. des Dominikanerordens die Burg. In zwei großen Bauabschnitten, 1932/34 und 1952/58 wurde die Burg zum heutigen Generalstudienhaus des Dominikanerordens erweitert. Sie beherbergt u.a. eine philosophisch-theologische Hochschule für junge Ordensleute. (J.F.)

Bauentwicklung:

Neuere Untersuchungen zur Baugeschichte der Rheindorfer Burg fehlen. Zum mittelalterlichen Baubestand der Burg gehört der Unterbau des runden Bergfrieds. Die schlichte zweigeschossige Anlage über hakenförmigem Grundriss wurde 1925 um ein Stockwerk erhöht. Der runde Bergfried erhielt zusätzliche achteckige Geschosse mit einer welschen Haube.(J.F.)

Baubeschreibung:

Dem mittelalterlichen Baubestand der bereits in der ersten Hälfte des 12. Jh. urkundlich erwähnten Rheindorfer Burg gehört der runde Bergfried an, der im Zuge des Um- und Ausbaues der Burg zwei weitere oktogonale Stockwerke mit einer barocken Haube erhielt. Die von Gräben umgebene Hauptburg folgt dem Typus des im Spätmittelalter verbreiteten hakenförmigen Wohnbaues rheinischer Wasserburgen (vgl. Wolfsburg, Lüftelberg u.a.). Ebenfalls von Gräben umgeben war die modern überformte dreiflügelige Hauptburg der Rheindorfer Burg. (J.F.)