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Welterode

Geschichte:

Burg Welterode entstand vermutlich im späten 14. Jh.. Als Besitzer der Burg lässt sich der im Jahr 1400 erwähnte Friedrich von Welterode nachweisen. Während der Regierungszeit des Herzogs Gerhard von Berg (1437-1475) gehörte der Adelssitz zur Ritterschaft des Landes Blankenberg. Im späten 15. Jh. lassen sich die Winter von Herschbach als Inhaber des Lehens nachweisen. 1512 gelangt Welterode an die von Nesselrode und 1870 durch Kauf an den Kölner Bankier Jakob Ritter von Kaufmann-Asser. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gehört die Burg seit 1984 dem Bauunternehmer Herbert Hillebrandt. (J. F.)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte des spätmittelalterlichen Adelssitzes ist bislang nur unzureichend untersucht worden. Typologisch zählt Welterode zu einer Gruppe spätmittelalterlicher Burghäuser im Sieggebiet, der u.a. Haus Overbach bei Much, Volperhausen bei Morsbach, Burg Mauel und Burg Hof bei Rosbach zuzurechnen sind. Eine erste erhaltene Zeichnung aus dem Jahr 1607 zeigt das wohnturmartige Burghaus mit vier runden Ecktürmen, die bereits auf der 1725 angefertigten Zeichnung des Wallonen Renier Roidkin fehlen. 1856 wird die Burg als "Ruine" bezeichnet. Stimmen diese Angaben, so sind verschiedene Bauteile der Anlage erst nach 1865 erneuert bzw. wiederhergestellt worden. 1983-86 fand eine umfassende Sanierung der Burg statt. (J. F.)

Baubeschreibung:

Die von einem Wassergraben umgebene Anlage besteht im Wesentlichen aus einem wohnturmartigen Burghaus über rechteckigem Grundriss. Der über einem Keller aufsteigende dreigeschossige Bau wird von einem Walmdach abgeschlossen und weist an einer Längsseite einen schmalen übergiebelten Mittelrisalit auf. Reste der Vorburg haben sich nicht erhalten. Ursprünglich waren die vier Hausecken - wie aus einer Zeichnung des beginnenden 17. Jh. zu ersehen - durch Rundtürme verstärkt. (J.F.)