EBIDAT - Die Burgendatenbank

Menu

Alfter, Burg

Geschichte:

Die Anfänge einer Burg in Alfter reichen in das beginnende 12. Jh. zurück. Als Stammsitz der 1116 erstmals urkundlich bezeugten Herren von Alfter kommt die Ringwallanlage oberhalb des Schlosses in Betracht (vgl. Alfter-I). 1188 trägt Goswin von Alfter sein Haus dem Propst Lothar von Bonn und dem Bonner Cassiusstift zu Lehen auf. Seit 1188 ist das kurkölnische Erbmarschallamt mit dem Schloss Alfter verbunden. Durch Heirat gelangen Burg und Herrschaft Alfter 1435 an Wilhelm von Wevelinghoven und 1445 schließlich an die Grafen und späteren Fürsten von Salm-Reifferscheid. In einer Fehde des Kölner Erzbischofs Ruprecht von der Pfalz mit Graf Johann von Salm-Reifferscheid wird die Burg 1468 zerstört. Ihr Neubau erfolgt sehr wahrscheinlich an der Stelle des heutigen Schlosses Alfter. Erneute Zerstörungen erfolgen 1507 und schließlich im Truchsessischen Krieg 1583. Das heutige Schloss Alfter entsteht 1721 als Neubau unter Graf Franz Wilhelm von Salm-Reifferscheid. Seit 1973 beherbergt das Schloss die Alanus-Hochschule. (J.F.)

Bauentwicklung:

Die recht komplizierte Baugeschichte des Schlosses Alfter bedarf insbesondere im Hinblick auf die mittelalterliche Vorgängeranlage noch einer Klärung. Aus dem 15. Jh. stammen sehr wahrscheinlich Mauerreste im Kellergeschoss des nordwestlichen Eckturms. Zu den ältesten Baubefunden des Schlosses Alfter zählt Mauerwerk aus Säulenbasalt und Trachyt, das in die Zeit um 1200 datiert. Das Mauerwerk befindet sich im Kellergeschoss des nordwestlichen Eckbaues. Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses wird weitgehend von den barocken Bauten geprägt. (J. F.)

Baubeschreibung:

Bei der Burg in Alfter handelt es sich um eine in Hanglage errichtete Niederungsburg, die, leicht exponiert, den alten Ortskern überragt. Die baulichen Anfänge der Burg reichen bis in die Zeit um 1200 zurück. Die noch bestehenden Bauten datierend vornehmlich in die Barockzeit. Erschlossen wird die Burg durch ein Tor im Hauptflügel der an der rückwärtigen Seite gelegenen dreiflügeligen Vorburg. Die dem Rhein zugewandte Seite des Burgareals nimmt die ebenfalls dreiflügelige zweigeschossige Hauptburg mit zwei feldseitig angeordneten turmartigen Eckpavillons, die die kurzen Flügelbauten um ein Geschoss überragen, ein. (J. Friedhoff)