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Chameregg

Geschichte:

Die Erbauung dieser Nachfolgeranlage der hochmittelalterlichen Burg Chameregg (Ödenturm) erfolgte entweder unter den hier 1443-1482 ansässigen Pollingern oder den Uttingern (1488-1566). 1570-79 war Chameregg in Händen der Pelkoven, 1589 war Mathäus Jettinger Inhaber der Hofmark, ab 1590 Georg Kagerer, dazwischen Carl Kellner von Bibrach, von dem sie 1599 an Endres Kagerer ging. Noch vor dessen Tod Zwischenbesitz des Further Pflegers Wolf Christoph Jettinger, 1646 an Johann Christoph von Rain, 1649 an Hans Sebastian von Thein und 1650 an Hans Wolf Jettinger. In der 2. H. des 17.und dem 1. Viertel des 18. Jh.s gab es weiter sehr häufige Besitzerwechsel. 1720-1778 war die Anlage wieder in Händen der Rainer, dann bis 1803 des Kollegiatstifts St. Jakob und Tiburtius in Straubing. Es folgte als Besitzer 1803-1816 Peter von Vieregg, dann die Freiherrn von Hallberg. 1864 kam der Besitz in bürgerliche Hände und wurde aufgeteilt (B.E.).

Bauentwicklung:

Die Anlage wurde in der 2. H. des 15. Jh.s als Burghaus mit großem Wohnbau mit nördlich anschließendem, von einer Ringmauer umgebenen Hof erbaut. Der Zugang erfolgte über einen an der Nordwestecke des Wohnbaus angebauten Torturm, dem ein Graben vorgelagert war. Spätere Umbauten sind in Form von Wirtschaftsgebäuden an der Ringmauer bekannt. Im späten 18. / frühen 19. Jh. brach man den Torturm ab. 1880 erfolgte nach einem Brand ein neugotischer Umbau des Hauptgebäudes. Alle Nebengebäude wurden im 20. Jh. erneuert. (B.E.)

Baubeschreibung:

Die spätmittelalterliche Anlage ist in ihren Grundzügen noch gut erkennbar. Dominiert wird sie vom Hauptwohnbau mit 4:6 Fensterachsen mit dem Treppengiebel von 1880. Die nach Westen und Osten anschließenden Wirtschaftsgebäude sind modern erneuert. Im Norden besteht anstelle der Ringmauer noch eine einfache Begrenzungsmauer mit Bogenstellungen. Die Stelle des Torturms markiert ein Torbogen. Nicht mehr erhalten ist eine im 19. Jh. noch sichtbare Ringmauer unterhalb der Gebäude und der ehemals auf drei Seiten wassergefüllte Ringgraben. Lediglich im Zugangsbereich war er als Trockengraben ausgeführt.(B.E.)