EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Gleißenberg

Geschichte:

Der Ort "Gleizzenberg" ist zwar erstmals 1298 genannt, doch fehlen bis ins ausgehende 14. Jh. Belege für eine sich nach dem Platz benennenden Familie. Erst 1395 finden wir "Chunrad den Hawsner von Gleissenberg" als Zeugen bei einer Schenkung an das Kloster Schönthal und 1401 nochmals in gleicher Eigenschaft. Es wird zumeist angenommen, daß sie auf der Anlage saßen, doch ist es letztlich nicht gesichert. Die Familie gehört dem spätmittelalterlichen Niederadel an. Möglicherweise geht sie auf den zwischen 1190 und 1200 in den Reichenbacher Traditionen genannten "Heinricus de Husen" zurück. Die Burg fand ihr Ende möglicherweise bereits in den Hussitenkriegen, spätestens aber im frühen 16. Jh. Auf Karten ist der Platz bis weit ins 18. Jh. immer als Burgstall bezeichnet. (B.E.)

Bauentwicklung:

Die Anlage dürfte als einfache Ministerialenburg ohne großen baulichen Aufwand schon im 12. Jh. erbaut worden sein. Zur baulichen Entwicklung lassen sich keine Angaben machen. (B.E.)

Baubeschreibung:

Das 25-30 x 50 m messende Plateau ist auf drei Seiten durch steile Felsabstürze geschützt. Im Norden riegelt hinter einer Einsattelung ein bis zu 5 m breiter Wall das Areal gegen das ansteigende Gelände ab. Er birgt eine Mauer. Der Zugang lag wohl im Osten, wo zwischen den Felsen eine torgassenähnliche Zugangsmöglichkeit liegt. Im Westen und Osten sind Reste einer Randbefestigung erkennbar, seit Windbrüchen 1997 im Osten auch Reste der Ringmauer. Spuren einer Innenbebauung fehlen. (B.E.)