EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Perwolfing

Geschichte:

Mit der Anlage lässt sich keine der zahlreichen markgräflich diepoldingischen Ministerialenfamilien der Umgebung in Verbindung bringen. Der Ort selbst wird erst ab dem 15. Jh. genannt. Der in den alten Katasterkarten sich stets abzeichnende Platz wird dort mit der Flurbezeichnung "Ruhlanderin" bzw. "Burgstall" geführt. (B.E.)

Bauentwicklung:

Trotz einer einzelnen Scherbe des 10. Jh.s dürften die Anfänge der Burg im 11. Jh. liegen. Sie dürfte das Ende der Diepoldinger 1204 kaum überdauert hat, wogegen auch das Fundmaterial nicht spricht. Die Motte hatte als Kernbau offenbar ein Steingebäude, da noch in den 1950er Jahren Mauerreste sichtbar gewesen sein sollen, doch ist dessen Baugestalt unklar, da auch die vorhandenen Luftbilder darüber keine Auskunft geben. Bis 1980 war noch eine flache Kuppe sichtbar. Bei den 1980 angeschnittenen drei "Brandstellen" dürfte es sich eher um eine Kulturschicht oder einen Zerstörungshorizont gehandelt haben. (B.E.)

Baubeschreibung:

Die rundliche Motte besaß mit dem Graben einen Durchmesser von ca. 80 m. Der Durchmesser des eigentlichen Hügels betrug gut die Hälfte. Nach der Einebnung des Hügelrests und der Verfüllung der Grabenmulde 1980 ist heute obertägig nichts mehr zu sehen. (B.E.)

Arch-Untersuchung/Funde:

1980 wurde bei der weitgehenden Zerstörung der Anlage während des Neubaus der B 20 nur eine notdürftige Beobachtung durchgeführt, die drei "Brandstellen" und über 100 Gefäßbruchstücke vereinzelt des 10., meist aber des 11. und z.T. 12. Jh.s erbrachte. (B.E.)