EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Ödschloss

Geschichte:

Für die Anlage existiert keine schriftliche Überlieferung, daher ist auch der einstige Name unbekannt. Eine Gründung bereits unter den Diepoldingern im 12. Jh. ist wenig wahrscheinlich, eher ist an eine Burg der Donnersteiner zu Darstein aus dem 13./14. Jh. zu denken, die wohl schon früh wieder aufgegeben wurde. (B.E.)

Bauentwicklung:

Die Anlage wurde sehr exponiert und abgelegen errichtet und bietet insbesondere nach Südwesten einen weiten Blick fast bis ins Regental. Zur baulichen Gestalt und Entwicklung fehlen klare Erkenntnisse, da bisher auch kein keramisches Fundmaterial vorliegt. Die geringen Reste lassen eher an eine spätmittelalterliche Gründung denken. (B.E.)

Baubeschreibung:

Die dicht bewaldete Kuppe fällt nach drei Seiten steil ab. Nach Norden bzw. Nordosten ist sie von den benachbarten Höhen nur durch eine flache Einsattelung getrennt. Die Anlage beschreibt ein unregelmäßiges Rechteck von ca. 50 x 20 m. Ein Graben ist an keiner Stelle erkennbar. Auch fehlen weitgehend den Innenraum klar begrenzende Kanten. Nur an der Nordwestecke finden sich Reste der Ringmauer. Im Ostteil weisen ein rundlicher Hügel von ca. 10 m Durchmesser und ein rechteckiger Hügel von ca. 6 x 8 m auf ehemalige Bauten hin. Der insgesamt schlechte Zustand ist darauf zurückzuführen, daß um 1930 alle bis dahin sichtbaren Mauern für den Bau der nahen Münchbachstraße abgebrochen wurden. (B.E.)