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Freizell

Geschichte:

Der kleine Edelsitz unterhalb von Schloss Marsbach ist 1443 erstmals urkundlich "in der Zell under Marsbach" als Passauer Lehen genannt. Damals verkauft Ulrich von Starhemberg den Besitz an Peter Krafft zu Marsbach. Im 16. Jahrhundert fällt das Lehen an die Herren von Neuhaus, vor 1590 bis 1694 sitzen hier die Tattenbach, Passauer Pfleger zu Marsbach. 1659 wird Hans Christoph von einem ehemaligen Bediensteten überfallen und ermordet. Nach 1694 wird der Besitz mit der Hft. Langhalsen vereinigt und das Schlösschen aufgegeben. 1814 wird Freizell bereits als verfallen bezeichnet, 1960 werden Teile als Wohnhaus adaptiert.
(P.S.)

Bauentwicklung:

Der frühneuzeitliche Baubestand des Schlösschens ist mangels Kenntnis von Baunachrichten mit keiner überlieferten Besitzerfamilie in Verbindung zu bringen.

Baubeschreibung:

Die ältesten Teile datieren aufgrund des kleinteiligen Mischmauerwerks mit großformatiger Eckquaderung wohl noch ins 16. Jh. Aus dieser Zeit könnte talseits im Obergeschoß ein ehemals durchgehender Saal mit turmartigem zentralen Vorbau (Kamin?) stammen. Der restliche Grundriss zeigt kreuzförmige Binnenmauern mit großen Durchgängen. Die Stichbogengewände an den Außenfronten dürften aus dem 17. Jh. datieren. Die heute dominierenden Rechteckfenster mit rotweißroten Läden stammen aus 1961.
(P.S.)