EBIDAT - Die Burgendatenbank

Eine Initiative der Deutschen Burgenvereinigung Menu

Lauksburg

Geschichte:

1372 wurde die Burg erstmals im Besitz des Erzstifts Mainz zusammen mit der Laukenmühle erwähnt. Zwischen 1390 und 1572 war sie vom Erzbistum Mainz an adelige Vasallen, u.a. die Grosser v. Rüdesheim, v. Scharfenstein, v. Allendorf, v. Greiffenclau und v. Heuchlingen verlehnt. Schließlich wurde sie 1575 als verfallenes Mannlehen wieder eingezogen. Die inzwischen nicht mehr bewohnbare Burg war ab 1604 zusammen mit der Mühle an die Familie Schifferstein (Nachlass im HStAW Abt.1056) verpachtet. 1623 wird die Burg als verfallen bezeichnet. (H.-J.H.)

Bauentwicklung:

Die 1390 erstmals erwähnte Burg ist im Zusammenhang mit der seit 1377 bekannten, einsam gelegenen Laukenmühle zu sehen. 1575 wurde sie als "gar verfallen" beschrieben. Zur Baugeschichte existieren keine Überlieferungen, allerdings zeigt die Nordmauer des Wohnturmes im 1. OG ein nachträglich vermauertes Fenster. Im 1. Drittel des 20. Jh. geschahen umfangreiche Reparaturen mit Zementmörtel, die den Turm wahrscheinlich vor dem Einsturz bewahrten. Urheber und genauer Zeitpunkt der Maßnahme sind nicht zu ermitteln. Dabei wurden die ursprünglich rechteckigen Zugänge im EG und 1. OG durch mit Backsteinen gemauerte Bögen verändert. 2005 erfolgte eine bauliche Sicherung. (H.-J.H.)

Baubeschreibung:

Die Lauksburg liegt auf einem niedrigen Felssporn über dem Wispertal und ist im Süden durch einen doppelten Halsgraben von den Ausläufern des Nabeler Berges abgetrennt. Sie besteht im Wesentlichen aus einem auf der Spitze des Sporns gelegenen Wohnturm. Der über annähernd quadratischem Grundriss errichtete, dreigeschossige Turm verfügt zum Hof hin über abgerundete Ecken und besitzt ein Ausmaß von 7,2 x 6,5 m. Die drei Geschosse waren durch Balkendecken voneinander getrennt. Durch einen auf der Ostseite gelegenen, separaten Eingang erreicht man den Keller. Im Inneren bietet der bescheidene Wohnturm einige bemerkenswerte bauliche Details (z.B. Wandschrank und Kamin). (J.F.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Der Eigentümer ist im Besitz kleinerer Lesefunde, u.a. einer Bleikugel.