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Altenfels, Ostburg

Geschichte:

Die wenigen urkundlichen Nachrichten zu den beiden Burgen auf dem Altenfels beziehen sich ausnahmslos auf die vollständig abgegangene Westburg, während die Schriftquellen zur Burg auf dem Ostgipfel schweigen. Aufgrund der Nachbarschaft zur Westburg könnte u. U. eine enge besitzgeschichtliche Beziehung zwischen beiden Anlagen vermutet werden. Sofern diese Vermutung zutrifft, hätte sich die Ostburg wie die Westburg im frühen 12. Jh. im Besitz der Grafen von Bomenburg befunden. (J.F.)

Bauentwicklung:

Da sich die Konstruktionsweise der beiden Rundtürme der Ostburg entsprechen, ist von ihrer gleichzeitigen Entstehung auszugehen. Beide Türme wurden offensichtlich durch eine Brandkatastrophe zerstört. Anhand der Keramiikfunde lässt sich sagen, dass die Zerstörung der Ostburg vor 1200 erfolgte. Eine Anfangsdatierung der Burg in das 11. Jahrhundert ist möglich. (J.F.)

Baubeschreibung:

Hauptbestandteile der sich in nordsüdlicher Richtung über eine Distanz von ca. 110 m erstreckenden Burg auf dem Ostgipfel des Altenfels bilden zwei, etwa 65 m entfernt liegende Rundtürme. Die Gesamtanlage wurde durch ein teilsweise erhaltenes Wall-Graben-System gesichert. Bei den beiden auf zwei Erhebungen platzierten Bauten handelt es sich sehr wahrscheinlich um Wohntürme. Der Nordturm hat einen Durchmesser von 12,40, während der Südturm lediglich einen Durchmesser von 9,30 m aufweist. Spuren einer Bebauung in dem Gelände zwischen beiden Türmen fehlen. An den kleineren Turm schließen sich Fundamentreste eines Gebäudes nicht bekannter Funktion an. (J.F.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Zu dem unfangreichen, 1968/69 im Rahmen einer Grabung geborgenen Fundmaterial vgl. den Katalog bei Lobbedey, Altenfels (1979).