EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Borghausen

Geschichte:

Die Anfänge der exponiert auf einem Felssporn über der Mündung des Repebaches in die Lenne gelegenen Burg liegen im Dunkeln. Als Initiatoren der Burggründung kommen die Niederadeligen von Hundem genannt Pepersack in Betracht, die in unmitelbarer Nähe von Borghausen bereits seit 1362 über die Niederungsburg Bamenohl verfügten. Zeitweilig teilten sich bis zu sechs unterschiedliche Familienzweige den Besitz zu Bamenohl und Borghausen. Mitte des 15. Jh. vereinigte Heidenreich von Plettenberg, dessen Gattin Angelan von Heggen einen Anteil von Bamenohl in die Ehe miteingebracht hatte, die beiden Güter Bamenohl und Borghausen in seiner Hand. Die von Heidenreich begründete Linie der von Plettenberg erlosch 1680. Burg Borghausen war bereits im ersten Drittel des 16. Jh. an die Vögte von Elspe gelangt. Um 1540 wählte Bernhard Vogt zu Elspe die Burg zu seinem Wohnsitz und vermachte Borghausen 1609 seinem Sohn Bernhard Christoph. Offenbar war die Höhenburg bereits Ende des 17. Jh. verfallen. (J.F.)

Bauentwicklung:

Zu einer Klärung der baulichen Entwicklung der Burg könnte lediglich eine archäologische Untersuchung des Areals beitragen. Schriftquellen zur Baugeschichte sind bis dato nicht bekannt. (J.F.)

Baubeschreibung:

Ein Grundriss der sich der recht komplizierten Geländetopographie anpassenden Burg fehlt bislang. Offenbar erfolgte der Zugang zur Burg von der im Südosten gelegenen Hochfläche. An der dortigen Angriffsseite ist noch der teilweise verfüllte, bis zu 10 m breite und 15 m lange Halsgraben mit Innenwall sichtbar. Auf dem nach Norden gerichteten Areal lag die Hauptburg. Ob die bis zu 1,50 m starken und stellenweise noch mehr als 2 m hohen Mauerzüge an der östlichen und südlichen Geländekante des Hauptburgplateaus zur Ringmauer oder einem Wohngebäude gehörten, ist unklar. Auf einer isolierten Felsklippe östlich des Burgbereichs finden sich geringe Mauerreste, die zu einem vorgeschobenen Wachtturm gehört haben könnten. Offenbar war von dort aus die optische Kontrolle des Lennetales möglich. (J.F.)