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Dudeldorf, Burg

Geschichte:

Die Anfänge der Burg Dudeldorf liegen im Dunkeln. Das sich nach dem Ort benennende Edelherrengeschlecht tritt in der urkundlichen Überlieferung erstmals 1052 mit Anselm von Dudeldorf in Erscheinung. Mit welcher der beiden um 1200 in Dudeldorf nachweisbaren Burgen die noch bestehende, in einen barocken Schlossbau integrierte Anlage identisch ist, lässt sich nach bisherigem Kenntnisstand nicht sagen. Im 14. Jh. erlischt das zu Dudeldorf ansässige Edelherrengeschlecht mit Nikolaus von Dudeldorf, der sich letztmalig 1373 nachweisen lässt. Knapp vier Jahrzehnte zuvor, hatte König Heinrich von Böhmen aus dem Hause der Grafen von Luxemburg den Bewohnern der bei den Burgen gelegenen Siedlung Stadtrechtsprivilegien gewährt und ihnen gestattet, den Ort mit einer Mauer zu umgeben. Gegen das benachbarte Kurtrier kam Dudeldorf innerhalb der luxemburgischen Territorialpolitik Bedeutung als Stützpunkt zu. Bis zur Französischen Revolution bildete Dudeldorf einen Grenzort des Herzogtums Luxemburg gegen Kurtrier. Die Burg zu Dudeldorf ging nach dem Erlöschen des Geschlechts von Dudeldorf Ende des 14. Jhs. an Laudolf von Bitburg über. Im Jahr 1491 wird Friedrich von der Leyen mit dem "Haus" der Grafen von Vianden zu Dudeldorf belehnt. 1586 gelangte Dudeldorf auf dem Erbweg an die Braun von Schmidtburg. Gottfried Heinrich Braun von Schmidtburg ließ auf dem Burggelände unter Einbeziehung eines mittelalterlichen Wohnturms 1734/35 ein zweiflügeliges Barockschloss errichten. Im Jahr 1813 erwarb Arnold Donat aus München die Burd Dudeldorf, der einen Teil der Anlage der Stadt als Schule überließ. Das Anwesen befindet sich bis heute in Privatbesitz und ist daher nur von außen zu besichtigen. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte des Dudeldorfer Schlosses ist bislang noch nicht erforscht worden. Unklar ist, ob es sich bei der noch erhaltenen Schlossanlage um einen spätmittelalterlichen Nachfolgebau von einer der bereits um 1200 nachweisbaren Burgen zu Dudeldorf handelt. Der erhaltene Baubestand reicht nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor das 14. Jh. zurück. Unter Gottfried Heinrich Braun von Schmidtburg wurde der im Kern spätmittelalterliche Wohnturm 1734/35 um zwei barocke Wohnbauten ergänzt. In der Barockzeit wurde offenbar auch der Park angelegt. Die an dem Wohnturm erkennbaren Jahreszahlen an den Mauerankern 1734 bezeichnen die Instandsetzung desselbenund seine Einbeziehung in den barocken Schlossbau. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Von der mittelalterlichen Anlage blieben u. a. Mauerreste im Bereich des barocken Gartens erhalten. Um 1900 war noch ein runder Mauerstumpf erkennbar, der vermutlich ebenfalls auf die hochmittelalterliche Burg zurück geht. Das noch erhaltene Anwesen bildet ein zweiflügeliges Ensemble mit einem dreigeschossigen Wohnturm an der Südwestecke. Vermutlich datiert der dreigeschossige Turm ins Spätmittelalter. Die beiden Flügelbauten entstanden 1734/35. (Jens Friedhoff)