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Wintersohl

Geschichte:

Einen ersten Hinweis auf die Existenz des Hauses Wintersohl bietet eine Urkunde aus dem Jahr 1388. Der Ritter Engelbert Haver von Wintersohl verpflichtete sich in diesem Jahr gegenüber dem Herzog von Berg, nach seiner Freilassung auf briefliche Vorladung in die bergische Gefangenschaft zurückzukehren. In einem Lehnbuch der Grafen von der Mark ist 1392 von einem neuen, im Bau befindlichen Haus zu Wintersohl die Rede. Im Spätmittelalter gelangte Haus Wintersohl u.a. an den Ritter Heidenreich von Plettenberg und 1450 als märkisches Lehen an Cord von Karthausen. Den Rump von Pungelscheid folgten als Besitzer von Wintersohl 1609 die von Neuhof genannt Ley, 1651 Goswin Kettler und Franz Mumm zu Erprath und Götterswick. Seit 1727 war der Rittersitz geteilt. Später gelangte das Anwesen in den Besitz der Werdohler Familie Dowy und des Lüdenscheider Arztes und Bürgermeisters Dr. Kerckzig. Seit 1862 ist der ehemalige Adelssitz Eigentum der Firma Gebrüder Brüninghaus & Co.
Das zu einem Wohnhaus umgestaltete Burggebäude wurde vor einigen Jahren niedergelegt. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte des im Kern wohl spätmittelalterlichen Rittersitzes bedarf noch einer eingehenden Untersuchung. Vermutlich ging das heute als Wohnhaus genutzte Anwesen aus einem Wohnturm oder einem schlichten, von Gräben umgebenen Burghaus hervor. Die gründerzeitliche Umgestaltung des Gebäudes und die Nutzung als Wohnhaus führte dazu, dass das Gebäude als ehemaliger Adelssitz kaum mehr in Erscheinung tritt. Zwischenzeitig wurde das Wohnhaus abgerissen. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Aufgrund des baulichen Umgestaltung sowie der Nutzung als Wohnhaus lassen sich zur ursprünglichen Baugestalt des Adelssitzes kaum Angaben machen. Auf älteren Ansichten wird die Burg Wintersohl als schlichtes mehrgeschossiges Burghaus mit Satteldach dargestellt.
Zwischenzeitig wurde das Wohnhaus abgerissen und damit der letzte bauliche Rest des Adelssitzes beseitigt. (Jens Friedhoff)