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Wenne

Geschichte:

Haus Wenne gilt als Stammsitz der 1296 erstmals urkundlich erwähnten Herren von Wenne, denen als Inhaber des Lehens Ende des 14. Jh. die von Cobbenrode und von Elspe nachfolgen. 1412 gelangte der Rittersitz an die Adelsfamilie Rump zur Wenne, die 1673 ausstarb. Auf dem Erbweg fiel Wenne 1678 an den Obristen und fürstbischöflich-hildesheimschen Jägermeister Ignatz Freiherr von Weichs, dessen Nachkommen Haus Wenne bis zum heutigen Tage bewohnen. Die Familie unterhält dort einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb. Eine Besichtigung des Rittersitzes ist nicht möglich. (J.F.)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte des Herrenhauses ist bislang noch ungeklärt. Vermutlich bestand die spätmittelalterliche Anlage aus einem quadratischen Wohnturm, dessen letzte baulichen Reste in dem turmartigen Anbau des Herrenhauses stecken. Das Herrenhaus selbst entstand erst im 17. Jh. (J.F.)

Baubeschreibung:

Das heutige Erscheinungsbild des Adelssitzes Haus Wenne wird im wesentlichen durch den barocken Herrenhausbau bestimmt. Über rechteckigem Grundriss wurde ein zweigeschossiges Gebäude mit steilem Walmdach errichtet. Ein Maueranker mit der Jahreszahl 1659 verweist sehr wahrscheinlich auf die barocken Baumaßnahmen. Von der mittelalterlichen Vorgängeranlage stammt sehr wahrscheinlich der quadratische eingeschossige Anbau an dem Herrenhaus. Es könnte sich um einen klein dimensionierten Wohnturm gehandelt haben, der zu einem unbekannten Zeitpunkt in seiner Höhe erheblich reduziert und in das Baugefüge des Herrenhauses eingepasst wurde. Die Wirtschaftsgebäude der Niederungsburg datieren - wie das Hauptgebäude - in die Barockzeit. Der das Anwesen umgebende Wassergraben wurde zugeschüttet. (J.F.)