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Riegersburg

Geschichte:

1212 wird der Name erstmals urk. genannt und ist seit dieser Zeit im Besitz der Hardegger bzw. deren Gefolgsleute. 1427 erscheint die Burg als Hardegger Lehen. 1441 gelangt Riegersburg an die Hrn. v. Eitzing, später an die Prüschenk. E. d. 15. Jhs. erfolgt ein erster Umbau der mittelalterlichen Anlage, um 1582 ein neuerlicher Umbau durch die Gfn. v. Hardegg. 1607 wird der Bau durch Brand beschädigt. 1655 an die Gfn. v. St. Julien, 1656 an die Gfn. Wallsee. 1730/31 gelangt der Besitz an die späteren Fürsten Khevenhüller-Metsch, unter denen sofort der Neubau des unbewohnbaren Schlosses begonnen wird, der erst in den 70er Jahren des 18. Jhs. vollendet wird. 1945 wird das Schloss durch die Besatzungsmacht stark beschädigt, erst ab 1958 erfolgt die Wiederinstandsetzung. Zwischen 1967 und 1992 ist im Schloss eine Außenstelle des Österr. Museums für Angewandte Kunst eingerichtet. Heute im Besitz der Gf. Pilati GmbH., Riegersburg. (G.R.)

Bauentwicklung:

Teile des ehem. wirtschaftlichen und repräsentativen Umfeldes in Form des ehem. Meierhofbereiches und zweier Teiche prägen noch heute den Siedlungsbereich.
Als Vorgängerbau des Schlosses ist eine nicht mehr fassbare mittelalterliche Burganlage zu rekonstruieren, die im 4. V. d. 16. Jhs. in ein kastellartiges Wasserschloss umgebaut wurde, wobei zwei, angeblich bereits im 15. Jh. angelegte Teiche Verwendung fanden. Die heutige Schlossanlage lässt durch kleine Unregelmäßigkeiten und im Grundriss merkbare, für einen hochbarocken Schlossbau auffallende Abweichungen, den unmittelbaren Vorgängerbau erahnen. Mittelalterliche Bauteile sind durch den Renaissancebau verschwunden und auch nicht mehr in den Kellerräumen des N-Traktes feststellbar. (G.R.)

Baubeschreibung:

Von der Burg existieren keinerlei Reste mehr.