EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Grünberg bei St. Bernhard-Frauenhofen

Geschichte:

1155 wird erstmals "Popo de Gruniperc" urk. genannt. 1299 erscheinen Rudger der Piber von Grünberg und ein "Perchtoldus Capellanus de Grünberg". 1321 verkauft Ulrich v. Maissau die Burg an das Kloster St. Bernhard mit der gleichzeitigen Bedingung zum Abbruch. Binder verweist unter Bezugnahme auf ältere Literatur auch auf eine vermutete Zerstörung durch die Schweden um 1645. (G.R.)

Bauentwicklung:

Die in reduziertem Umfang erhaltenen Bauteile bestimmen eine ehem. ca. 44 m lange und ca. 25 m breite, sehr regelmäßige, kastellförmige Burganlage. Bergseitig, nordwestl., ist die Anlage durch einen Halsgraben gesichert, der durch einen durchgeführten Fahrweg z. T. stark verebnet wird. In der westl. Beringecke ist ein quadratischer, im Erdgeschoß erhaltener Bergfried mit 7,80 m Seitenlänge und durchschnittlich 2,40 m Mauerstärke eingebunden. An der heutigen Zufahrt liegt nordöstl. der Kirche ein höherer Mauerrest mit urspr. 3 spitzbogig gewölbten (Sitz-)Nischen. Vom durchschnittlich 1,60 m starken Bering sind nur noch partiell niedrige Reste zu beobachten. Im Zentrum der SO-Seite liegt die heutige Kirche, die mglw. auf einen Bauteil der Burg (Kapelle?) zurückgeht. Der zumindest spätmittelalterliche Baukern ist stark barockisiert und mit div. Anbauten (O-Turm, Treppenturm) versehen. Die urspr. der Hl. Margaretha, dem ehem. Patrozinium der Burgkapelle geweihte kleine Kirche erhielt 1955/56 eine Restaurierung, die eventl. Hinweise auf ihren urspr. Bestand und ihren Bezug zur Burganlage zerstörte. Die heutige, relativ ebene Hoffläche ist durch rezente Aufplanierung entstanden und entspricht kaum dem urspr. Zustand. (G.R.)

Baubeschreibung:

Die erhaltenen Bauteile des 13. Jahrhunderts gehören zu einer kasellartigen Burg mit Frontturm in Ecklage sowie einer talseitigen Kapellenanlage, welche im 18. Jh. um- und ausgebaut wurde.