EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Greifenstein b. Hohenstein

Geschichte:

Das Anlage im unmittelbaren Vorfeld der Burg Hohenstein war katzenelnbogisches Lehen und wurde von Ministerialen bewohnt, die sich gelegentlich nach diesem Sitz nannten: 1358 Philipp Breder von Hohenstein, 1366 Konrad Kieper v. Hohenstein, 1386 Heinrich Breder, 1403 Henne und Richwin von Hohenstein,1408 Wilhelm Knebel, 1412 Henne Breder, 1425 Richwin v. Erlen, 1446 Breder von Hohenstein, 1448 die Knebel v. Katzenelnbogen überliefert. 1475 besitzen die Breder und von der Erlen die Burg gemeinschaftlich.
Die Burg Hohenstein fiel 1479 mit dem katzenelnbogischen Erbe an die hessischen Landgrafen.1489 belehnt Hessen Johann und Dieter Breder von Hohenstein. Die letzte Nennung erfolgte 1529. (H.-J. H.)

Bauentwicklung:

Wann die Burg entstand, ist unbekannt, auch zur Baugeschichte liegen bislang keine gesicherten Informationen vor. Es ist zu vermuten, dass das Burghaus das Schicksal der Burg Hohenstein teilte, spätestens also bei den Belagerungen 1639/40 unterging. (H.-J. H.)

Baubeschreibung:

Die Abbildung Merians 1646 mit einem Wohnturm und Resten einer Mauer und eines Turmes geht auf Abbildungen Kiesers (1620) und Dilichs (1605) zurück. Die Ruinenreste stützen diese Abbildung nicht. Es gab zwei aneinander stoßende Wohngebäude, die auch an verschiedene Lehnsnehmer vergeben waren. Am Gebäude, das Merian zu zeigt, war im Torbereich nach Süden eine massive Tourelle angesetzt.
Im felsigen Gelände finden sich viele Mauerzüge, Treppen und behauene Felsformationen, die ein weitläufig gesichertes Gelände nahelegen. Es besteht Anlass, Flügelmauern zur Burg Hohenstein anzunehmen, deren Zwinger weiter als heute in Richtung Greifenstein reichten. Von den Wohntürmen, die zum Hohenstein hin an hoch aufragende Felsen grenzten, sind etwa 2 m hohe Mauerreste und Bearbeitungsspuren erhalten. (H.-J. H.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ende des 20.Jh. wurden vom inzwischen nicht mehr bestehenden Heimatverein Sondierungsgrabungen durchgeführt. Die Ergebnisse liegen beim Bearbeiter und der DBV vor.