EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Altschloss-III

Geschichte:

1404 fiel der Anteil der ab 1387 nachweisbaren Herren v. Breithard, 1407 auch der Anteil der Herren von Hohenstein am Dorf Breithardt an die Grafen von Nassau-Idstein. Die erwirkten 1418 Stadt- und Befestigungsrecht für den Ort. Das wurde von einem anderen Zweig der Hohensteiner nicht anerkannt, die mit Unterstützung der Grafen v. Katzenelnbogen, die bis 1447 ebenfalls Rechte an dem Ort hielten, Nassau befehdeten. 1424 erfolgte eine Schlichtung. Möglicherweise Sitz der Herren von Breithardt; es ist aber auch möglich, dass von Nassau eine Befestigung im Zusammenhang mit dieser Fehde erbaut wurde und ihre Bedeutung danach wieder verlor. Es ist ohnehin fraglich, ob die Stelle eine Burgstelle ist.
(H.-J.H; R.F.)

Bauentwicklung:

Möglicherweise Bau einer Befestigung vor 1390 (Sitz der Herren von Breithardt) oder nach 1407. Dann dürfte die Burg den Zweck gehabt haben, den Herrschaftsanspruch der Nassauer auf Breithardt zu unterstreichen. Da bisher keine Anhaltspunkte für einen Steinbau zu finden waren, wird von einem Holzbau auszugehen sein. Dafür spricht auch, daß keine Verlehnung bekannt ist und das Bauwerk bereits 50 Jahre später wieder aufgegeben war.
(H.-J.H; R.F.)

Baubeschreibung:

Das flache, offenbar plateauartig planierte Ende eines ovalen Sporns (ca. 80 x 40 m) scheint durch einen schmalen Grabenrest abgeriegelt zu sein, darin erhebt sich eine ca. 6-8 m hohe Felsformation, die ebenfalls oben plateauartig abgeflacht ist (ca. 30 x 10 m); eine Burgstelle ist möglich (ähnlich den Felsenburgen der Pfalz), es sind aber keinerlei Baureste erhalten; Cohausen (der 1879 die Stelle irrtümlich 1200 m östlich statt westlich von Breithardt angibt) sah 1879 die Felsplatte noch dreiseitig von einem etwa 20 m breiten und etwa 6 m tiefen Graben umgeben. Im Südosten fällt das Gelände steil ab. Der Graben ist inzwischen verfüllt. Es gibt keine Funde oder Beobachtungen, die für einen Steinbau sprechen. (R.F.)