EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hausegg

Geschichte:

Über die Burg liegen keine urk. Nachrichten vor. (G.R.)

Bauentwicklung:

Das beiläufig dreieckige Burgplateau, das gegen S und W örtlich auffällige, klippenartige Felsformationen einbezieht, bietet Platz für eine max. 23 m lange und 17 m breite Burganlage. Trotz der geringen Ausdehnung und der offensichtlich frühzeitigen Aufgabe lassen die tlw. in Auflösung befindlichen Mauerzüge 3 differente Bauphasen erkennen. In die 1. Phase ist die dreieckig-polygonale Ringmauer zu stellen, die in ihrem grabenseitigen, polygonalen Verlauf eine Stärke von 1,90 m aufweist. Der 2. Bauphase ist offensichtlich ein rechteckiges Gebäude an der SO-Seite zuzuweisen, das bei innerer Lichte von ca. 4 m zumindest eine (sekundäre?) Quermauer aufweist und Teile des älteren Berings ersetzt. Vor diese Raumsituation, und auch vor den älteren Bering, wird in einer 3. Phase grabenseitig ein ca. 9 x 6 m großes Gebäude gestellt, das mglw. als Turm anzusprechen ist. Schwammenhöfer weist noch auf die nordöstl. des Grabens situierte, ebene Terrasse und vermutet hier das ehem. Wirtschaftsareal. Weiter bergwärts folgt eine wallartige Felsformation. Die einzigen Datierungsansätze ergeben sich durch das bereits stark verlagerte, durch Auswitterung meist mörtellose Mauerwerk, wodurch eine Errichtung im 12. Jh. nahe gelegt wird. Relativchronologisch können die Ausbauphasen bis ins frühe 13. Jh. reichen.
Pongratz/Seebach berichten von einer angeblich zur Burg gehörenden Brunnenstube, die in ca. 800 m Entfernung sw. von Ottenberg, in gleicher Höhe liegen soll. Nach Floßmann sind an der genannten Stelle, auf der Flur "Brunnwiesen" bzw. "Waschhäusl", Reste eines Gebäudes mit 4 x 6 m Lichtweite vorhanden. Nach einem älteren Bericht sind hier "...alte, verfallene Wege..." festzustellen. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass auch am gesamten S- und SW-Hang des Bergkammes mit der Burgruine trassierte Weganlagen zu beobachten sind, die heute noch mehrere höhengestaffelte Trassen und Spitzkehren erkennen lassen. Auf diesem Felsrücken konnten jüngst Reste einer zweiten Kleinanlage mit Halsgraben entdeckt werden, welche möglicherweise als Vorwerk anzusprechen sind. (G.R., T.K.)

Baubeschreibung:

Das räumlich äußerst begrenzte Burgplateau ist durch einen gegen NO gerichteten, aus dem Fels geschrämten Halsgraben abgeriegelt, von dem eine im SO noch erkennbare Terrassenstufe ausgeht, die auf eine ehem. Außensicherung schließen lässt. Die Hänge des Grabens gegen N und O sind von losem Steinmaterial übersät.