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Brohleck

Geschichte:

Die Anfänge der Burg Brohleck sind unklar und bislang erst unzureichend erforscht worden. In der urkundlichen Überlieferung ist erstmals 1325 von der Burg die Rede, als Johann, Burggraf von Rheineck dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg die Burg ("castrum seum fotalitum gen. Brule") bei Breisig zu Lehen aufträgt. In der Urkunde wird die Burg ausdrücklich als ehemaliger Allodialbesitz des Burggrafen bezeichnet. Im Jahre 1402 empfing sein gleichnamiger Nachkommen, der Burgggraf Johann die Burg als Lehen. Bis 1428 befand sich Brohleck in der Hand der Burggrafen von Rheineck. Kurze Zeit später gelangte sie an die von Metternich zu Sommersberg, die bereits 1449 als Besitzer von Brohleck in Erscheinung treten. Die Herren von Metternich haben die Burg - vermutlich als kurpfälzisches Afterlehen - innegehabt, bis sie durch Heirat im Jahre 1664 an die Familie von der Hees gelangte und von deren Erben sie an Karl Josef Dingel veräußert wurde. Dessen Nachkommen bewohnten die Burg Mitte des 19. Jhs. Seit 1862 im Besitz des Theodor Hochkeppel, gelangte Brohleck 1888 an J. B. Michiels, der die verwahrlosten Gebäude unter Vergrößerung vollständig umgestaltete. Später verpachtete die Familie Michiels die Burg als Knabenpensionat. Heute dient die Anlage zu privaten Wohnzecken. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Eine baugeschichtliche Untersuchung der Burg wird infolge der tiefgreifenden Umgestaltungen im 19. und beginnenden 20. Jh. erschwert und steht noch aus. Bislang fehlen eindeutige Bild- und Schriftquellen, die uns Aufschlüsse über die spätmittelalterliche Baugestalt der Anlage vermitteln. Der Ostflügel enthält offenbar noch geringe Reste der mittelalterlichen Burg. Einen eher fraglichen Hinweis auf eine Datierung der Anlage in das ausgehende 13. Jh. bietet ein spätromanischer Löwe, der vermutlich ein Portal flankierte. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Eine Rekonstruktion des spätmittelalterlichen Baubestandes der Burg ist aufgrund der häufigen baulichen Veränderungen nachmittelalterlicher Zeit nicht mehr möglich. Offenbar enthält der Ostflügel noch bescheidene bauliche Reste der mittelalterlichen Burg. (Jens Friedhoff)