EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Gabsheim

Geschichte:

In Gabsheim befand sich ein Fronhof des Klosters St. Alban in Mainz. Ministeriale dieses Klosters, die sich nach dem Ort benannten, sind erstmals 1083 urkundlich bezeugt. Später belehnten die Grafen von Saarbrücken die Reichsministerialen von Bolanden mit der Vogtei über den St. Albaner Klosterhof. Neben eigenen, allodialen Gütern besaßen die Bolander auch eine Burg in Gabsheim, die 1189/90 ("Castrum in Geisboldsheim") in den bolandischen Lehnsbüchern genannt wird. Mit dieser Burg belehnten die Reichsministerialen von Bolanden ihrerseits weitere Ministerialen, die sich - ebenso wie die Dienstleute des Klosters - nach dem Ort benannten. 1206 verlangten die Rheingrafen, die Ansprüche auf bolandisches Erbgut geltend machten, auch die Herausgabe der Burg in Gabsheim. Das weitere Schicksal der Burg ist unklar, wahrscheinlich gelangte sie zusammen mit weiteren bolandischen Lehen Ende des 13. Jhs. in die Hand der Grafen von Sponheim-Dannenfels als Erben Werners von Bolanden. Diese belehnten später die Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, mit dem Dorf und der Vogtei. Bei Rechtsgeschäften im 15. und 16. Jh. wird die Burg nicht mehr genannt. 1612 gibt es noch einen letzten indirekten Beleg, als Simon Peter zum Jungen eine Mahlemühle bei Gabsheim am Burgberg erwarb. (Reinhard Friedrich)

Bauentwicklung:

Es sind keine genaueren Daten zur Baugeschichte bekannt.

Baubeschreibung:

Es haben sich keinerlei Baureste erhalten. (Reinhard Friedrich)