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Neckarsteinach, Vorderburg

Geschichte:

Obwohl die Vorderburg erst im 14. Jahrhundert in der urkundlichen Überlieferung erscheint, ist von ihrer Existenz bereits im Jahre 1142 (Erstnennung der Herren von Steinach) auszugehen. Im 14. Jahr-hundert war sie je zur Hälfte wormsisches und speyrisches Lehen. Die wormsische Hälfte gaben die Landschaden von Steinach bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1653 niemals aus der Hand. 1803 fiel die Burg an das Großherzogtum Hessen, das sie an die Freiherrn von Dorth ver-kaufte. Diese wurden 1925 von den Freiherrn von Warsberg beerbt, die sie heute noch besitzen. (T.St.)

Bauentwicklung:

Die Baugeschichte der Vorderburg ist nicht einmal in Grundzügen bekannt, auch über das Alter der noch vorhandenen Bausubstanz besteht Unklarheit. Erkennbar ist, dass die Vorderburg etwa rechteckige Umrisse besaß und ihre westliche Hälfte von Nebengebäuden einge-nommen wurde. Diese wurden spätestens nach 1803 abgebrochen, eine Terrasse markiert heute ihren Standort. Mit der Erbauung der Neckarsteinacher Stadtmauer (um 1377) wurde diese mit dem Zwinger der Vorderburg verbunden. Um 1815 (Jahrszahl am Steinhaus) wurden Turm und Steinhaus wieder bewohnbar gemacht, dadurch gingen die historischen Fenster des Steinhauses mehrheitlich verloren. (T.St.)

Baubeschreibung:

Die Vorderburg wirkt heute sehr unscheinbar, da sie im wesentlichen nur noch aus dem Bergfried und angebauten Steinhaus besteht. Es ist immerhin noch erkennbar, dass sie im Inneren zweigeteilt war, wovon die größere Westhälfte die restlos abgegangenen Nebengebäude aufnahm. Dort be-findet sich heute eine Terrasse. Bergfried und Steinhaus wurden im 16. und 19. Jahrhundert verändert, die Fenster des Steinhauses stammen aus den Jahren um 1815. An den rudimentär erhaltenen Zwingeranlagen nimmt die Stadtmauer ihren Ausgang. (T.St.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen sind bisher nicht erfolgt.