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Goldschmieding

Geschichte:

Erstmals 1275 in einer Urkunde genannt blieb die Familie von "Gholtsmedinc" bis Ende des 14. Jhs. im Besitz von Haus Goldschmieding, bevor das Anwesen über die Familie von Alstede an Wilhelm von Ovelacker gelangte. Durch Heirat kam der Besitz 1583 an die Familie von Schell, die anstelle des mittelalterlichen Herrenhauses einen Renaissancebau errichten ließ. Im Jahr 1838 wurde Haus Goldschmieding an den Gutsbesitzer Friedrich Klönne verkauft. 1872 erwarb der Ire William Thomas Mulvany, Gründer der Zeche Erin in Castrop, das Haus als Sommersitz. Über die Gelsenkirchener Bergwerks AG gelangte Haus Goldschmieding schließlich an die Stadt Castrop-Rauxel. (T. B.)

Bauentwicklung:

Bei dem heutigen Herrenhaus handelt es sich um einen weiß verputzten, zweigeschossigen Bau mit einem erhaltenen runden Wehrturm. Die Erbauungszeit ist in das Ende des 16. Jhs. zu setzen, worauf u. a. das Vollendungsjahr 1597 des Steinkamins hindeutet. Über das Aussehen des mittelalterlichen Vorgängerbaus ist nichts bekannt. Vom frühneuzeitlichen Herrenhaus ist nur noch eine Hälfte erhalten. (T. B.)

Baubeschreibung:

Nur noch zur Hälfte erhaltenes Herrenhaus des 16. Jhs. mit Eckturm und wirtschaftlicher genutzter Vorburg, dessen Gräfte heute zugeschüttet ist. Im Festsaal befindet sich ein üppig ausgeschmückter Kamin aus Baumberger Sandstein als Musterbeispiel renaissancezeitlicher Architektur. Über die mittelalterliche Vorgängerburg ist nichts bekannt. (T. B.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Baustellenbeobachtung im Küchentrakt 1983 ohne Ergebnis.