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Dellwig

Geschichte:

Unklar ist, ob sich der 1179 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs befindliche Hinweis auf einen Hof Dellwig bereits auf einen befestigten Adelssitz bezieht. Fraglich bleiben ferner die Zuweisung des Dortmunder Bürgers Hermann von Dellwig als Herr der Burg und seine Zugehörigkeit zur späteren märkischen Ritterschaft. Einen ersten zuverlässigen indirekten Hinweis auf die Existenz des Hauses Dellwig bietet erst eine Urkunde von 1320 in der von der Familie von Dellwig die Rede ist. Bis 1792 befand sich das mehrfach baulich umgestaltete Haus Dellwig in ihrer Hand. Nach mehfachem Besitzerwechsel gelangte das Anwesen 1904 an die Gelsenkirchener Bergwerks AG und schließlich 1978 an die Stadt Dortmund. (T.B.; J.F.)

Bauentwicklung:

Als ältestes Gebäude ist ein Zweikammerhaus der Zeit um 1320 im östlichen Teil des heutigen Herrenhausgrundrisses ablesbar. Dieser Bereich unterscheidet sich durch seine Mauerstärke von den jüngeren Bauphasen und ist mittig in zwei Räume geteilt. Neubaumaßnahmen durch Christoph von Dellwig in der ersten Hälfte des 16. Jhs. ersetzten die mittelalterliche Burg durch Renaissance-Bauten. 1658-1690 von Melchior von Dellwig zum Schloss erweitert. Anfang des 18. Jhs. wurde durch Adolph Christoph von Dellwig auch die Vorburg neu gestaltet. Eine Hauskapelle bestand dort seit 1797. (T. B.)

Baubeschreibung:

Zweiteilige Gräftenanlage mit zweigeschossigem Herrenhaus mit zwei rechtwinklig zueinander gestellten Trakten, quadratischem Eckturm im Südwesten und quadratischem Portalturm. Eine rundbogige Ziegelsteinbrücke schafft Verbindung zur Vorburg mit dreiflügelig angeordneten Wirtschaftsgebäuden. (T. B.)