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Kleiner Hünenring

Geschichte:

Zum Kleinen Hünenring gibt keine Schriftquelle Auskunft. Der gut erhaltene Wall und die ins 10. Jh. datierten Scherben, die gefunden wurden, legen eine Anlage im 9. oder 10. Jh. nahe. Vermutet wurde ein Zusammenhang mit im Heiligenkirchener Tal nachgewiesenem Königsgut und der dortigen Eigenkirche, die ergraben wurde. Eine feste Bebauung scheint im Kreisinneren nicht vorhanden gewesen zu sein. (R.Pieper)

Bauentwicklung:

Zeitliche Differenzierungen in der Wallkonstruktion wurden nicht festgestellt, die gefundenen Scherben datieren einheitlich ins 10. Jh. (R. Pieper)

Baubeschreibung:

Die Befestigung besteht aus Wall und vorgelagertem Graben. Auf einer Wallschüttung stand eine 4,5 m starke Trockenmauer, in der Reste von quer und längs gerichteten Hölzern gefunden wurden, die die Konstruktion offenbar stabilisieren sollten. Der vorgelagerte Graben war breit, darin konnten die Scherben aus dem 10. Jh. geborgen werden. Im Nordnordosten und Südwesten befanden sich Tore von 2,55 m lichter Breite. Reste der Torwangen waren erhalten, vor den Toren bestanden Erdbrücken. Ein Zusammenhang mit einer 800 m östlich bis ins 19. Jh. hinein existenten "Felsenmauer" bleibt ebenso unklar wie ein Zusammenhang mit der (erheblich älteren) Grotenburg. (R.Pieper)

Arch-Untersuchung/Funde:

1901 durch C. Schuchardt, 1950 durch L. Nebelsiek, 1975 durch F. Hohenschwert. Im Wallgraben wurden Keramikscherben des 10. Jh. gefunden. (R. Pieper)