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Lage, abgegangene Burgstelle

Geschichte:

Lage war 1274 noch Kirchdorf, das sich allmählich zur Stadt wandelte. Als Lage 1395 an Waltering genannt Quaditz verpfändet wurde, geschah dies mit der Auflage, dass er in der Stadt für 125 Mark ein Steinwerk erbauen solle. In der Eversteinschen Fehde wurde wohl 1408 diese Burg erobert, dabei aber schwer beschädigt oder sogar zerstört, kurz darauf aber wieder aufgebaut. 1478 bestand das Steinwerk noch, verfiel aber im 16. Jahrhundert zunehmend und wurde schließlich abgetragen. Standort: Ehemaliger Freier Hof neben der herrschaftlichen Mühle. (R.Pieper)

Bauentwicklung:

Keine Hinweise auf eine differenzierte Bauentwicklung. Ein Wiederaufbau nach 1408 teilt die Bauentwicklung in mindestens zwei Phasen. (R.Pieper)

Baubeschreibung:

Reste des mittelalterlichen Gebäudes sollen noch in der Bausubstanz des heute dort stehenden Fachwerkgebäudes erhalten sein, ohne dass dies genauer untersucht wurde.
Im Graben fand sich Keramik des 13./14. Jh., in den oberen Verfüllschichten des künstlichen Grabens Keramik des 15./17. Jhs. als Hinweis auf eine Zerstörung und Aufgabe des Gebäudes.
Vermutlich war Lage eine kleine Stadtburg ähnlich wie Horn. Auf der Ansicht von van Lennep (1663/65) ist sie nicht mehr erkennbar. (R.Pieper)

Arch-Untersuchung/Funde:

Baubegleitende Untersuchung 1984 durch F. Hohenschwert. Keramik des 13./14. Jh., im Graben des 17. Jh.; baubegl. Untersuchung 1995 durch E. Treude.