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Wöbbel

Geschichte:

Das Kirchspiel Wöbbel wird 1231 urkundlich genannt. Die unmittelbare Nähe zur Kirche und die Reste von Wällen legen die Vermutung nahe, dass die Herren von Schwalenberg hier eine kleine, an Ministerialen vergebene Burg mit Eigenkirche oder einen Hof besaßen. 1308 ist Hermann von Amelunxen Lehensmann. 1350 belehnt Heinrich VII. von Schwalenberg die Töchter Hermanns von Wöbbel. Als der Besitz 1368 nach Aussterben der Schwalenberger an zur Lippe überging, waren auch die von Wöbbel ausgestorben. Noch vor 1559 waren von Donop Drosten zu Wöbbel, die 1690 das heutige, ursprünglich umgräftete Barockschloss errichten ließen. (R.Pieper)

Bauentwicklung:

Vermutlich entstand das Barockschloss neben der älteren Anlage, die schließlich zur Gartengestaltung aufgegeben wurde. Genauere Angaben können nicht gemacht werden. (R.Pieper)

Baubeschreibung:

Das Hauptgebäude des heutigen Schlosses Wöbbel ist ein zweigeschossiger, symmetrischer Rechteckbau mit um eine Fensterachse vortretenden Seitenflügeln und übergiebeltem Mittelrisalit.
Im Gartenbereich des Schlosses sind Reste von Wällen erkennbar, die sicherlich älter als die Barockanlage sind und die Lage eines befestigten Vorgängers vermuten lassen. Eine Untersuchung fand bislang nicht statt.
Im Wirtschaftshof wurden Gebäudereste des frühen 16. Jahrhunderts festgestellt, darunter das sog. Junkerhaus mit zweischiffiger Gewölbehalle im Erdgeschoss. Die Zeitstellung "romanisch" (Dehio) erscheint fraglich. (R.Pieper)

Arch-Untersuchung/Funde:

1988 Sondage durch E. Treude in einem Nebengebäude.