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Hülshoff

Geschichte:

Die Anlage wurde erstmals im 11. Jahrhundert als Oberhof "Zum Hülshoff" urkundlich erwähnt. Vor 1349 wurde ein festes Haus von den Herren von Schonebeck als Ersatz für ihren 850 m nordöstlich von Hülshoff gelegenen Stammsitz errichtet. Der Name "Tor Kulen" (Zur Kuhle) deutet darauf hin, dass dieses Haus bereits von einer Gräfte umgeben war. 1417 kauften es die Herren von Deckenbrock, die sich später "von Droste" nannten. Annette von Droste-Hülshoff wurde am 12. Januar 1797 auf Burg Hülshoff geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort. 2012 wurde die Burg in die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung eingebracht, in der Folge soll hier ein Westfälisches Literaturmuseum entstehen. (S.E.)

Bauentwicklung:

Das Herrenhaus wurde unter Heinrich I. von Droste-Hülshoff in den Jahren zwischen 1540 und 1545 erbaut. 1546 erfolgte der Bau eines nicht mehr existenten Turmes an der Brücke zwischen Vor- und Hauptburg. Die Wirtschaftsgebäude der Vorburg wurden 1580 um den sog. Hundeturm ergänzt und mit hohen Mauern umgeben. Die Vorburg wurde 1627 erneuert und die Hauptzufahrt von Süden nach Osten verlegt. Das damals neu errichtete Torhaus wurde am Ende des 18. Jahrhunderts abgerissen. Vorher wurde schon um 1740 die Mauer um die Hauptburg samt dem Brückenturm abgerissen. Das Innere der Herrenhauses wurde am Ende des 18. Jahrhunderts umgebaut, auch die Fenster stammen aus dieser Zeit. Mitte des 19. Jhs. wurde die Vorburg umgebaut und schließlich 1879 die neugotische Burgkapelle an die Hauptburg angebaut. (S.E.)

Baubeschreibung:

Die Burg besteht aus einer Zwei-Insel-Anlage, wobei die Hauptburg als kleines ummauertes Quadrat in einem großen Hausteich steht. Die zwei Gebäudeflügel aus Ziegel und Sandstein bilden im Winkel einen kleinen Hof. Der Hauptflügel mit der Treppe ist zweistöckig, der Nebenflügel besitzt darüber hinaus zwei weitere niedrige Geschosse. An der Vorburg sitzen zwei quadratische Ecktürme mit Schießscharten. An den Südwestturm ("Hundeturm") schließt das Bauhaus an, an den Südostturm ("Gärtnersturm") eine Scheune. Südlich der Vorburg hat ein Garten gelegen. (S.E.)