EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Buldern

Geschichte:

Die Burg war seit Anfang des 13. Jhs. Sitz der Herren von Buldern, die Ministeriale des Bistums Münster und wohl auch Burgmannen der bischöflichen Burg Haus Dülmen waren. Im 14. Jh. war sie in der Hand einer Seitenlinie der Droste zu Kakesbeck, dann der Heren von Lembeck. 1456 ging sie durch Heirat an die Herren von Diepenbrock, die sie bis ins 18. Jh. bewohnten. Dann wurde wiederum durch Heirat die Familie von Romberg die neuen Eigentümer, denen die Burg bis heute gehört. (S.E.)

Bauentwicklung:

Im frühen 17. Jh. wurde der Trenngraben zwischen Haupt- und Vorburg beseitigt und Wirtschaftsgebäude auf dem verbreiterten Süd- und Ostwall errichtet. Davon existieren noch die Südfront der Vorburg mit dem Torhaus und den Ecktürmen und das Bauhaus von 1678. Das heutige Herrenhaus wurde 1838 anstelle eines Vorgängers vom Anfang des 17. Jhs. errichtet. (S.E.)

Baubeschreibung:

Die Burg war ursprünglich eine Zwei-Insel-Anlage, die Hauptburg lag nördlich der Vorburg. Beide Inseln lagen innerhalb eines mächtigen, fünfeckigen Ringwalls mit sehr breiten Außengräften. Im Westen lag jenseits eines Trennwalls der Kleuterbach, der auch die Gräften mit Wasser versorgte.
Das Herrenhaus vom Anfang des 17. Jhs. war ein goßes, unterkellertes, zweistöckiges Gebäude mit quadratischen Ecktürmen an der Nordost- und Südwestecke. Im Norden war ein einstöckiger Anbau angefügt. Das heutige Herrenhaus im klassizistischen Stil weist an der Gartenfasade einen Mittelrisalit und zwei runde Eckpavillons auf. Im Süden an das Herrenhaus anschließend liegt der stark umgebaute Torflügel aus dem 17. Jh. An diesen schließen Wirtschaftsbauten aus Backsteinen und Fachwerk an. Die Vorburg liegt als Riegel südöstlich vor dem Burgkomplex. An das stark umgebaute Torhaus aus dem 17. Jh. mit zwei quadratischen Ecktürmen schließen sich ein Fachwerkbau und das massive Bauhaus von 1678 an. (S.E.)