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Holte bei Schloss-Holte-Stuckenbrock

Geschichte:

Im 14. Jh. wurde auf dem Platz des heutigen Hauses Holte eine Burg im Osten des Holter Waldes am Ölbach errichtet. Im 15. Jahrhundert gehörte sie den Grafen von Rietberg, die dort eine Kapelle errichteten. 1556 wurde das Gebäude von Bernhard VIII. zur Lippe vollständig zerstört. Auf den Fundamenten ließen Graf Johann III. und Gräfin Sabina Katharina von Rietberg und Ostfriesland zwischen 1608 bis 1616 das bis heute erhaltene Wasserschloss als Jagdschloss erbauen. Entgültig fertiggestellt wurde es jedoch erst 1664. 1822 wurde der gesamte Besitz der Grafen von Rietberg an den Kaufmann Friedrich Ludwig Tenge veräußert. (H.T.)

Bauentwicklung:

Der Vorgängerbau Schloss Holtes wurde als Verteidigungsanlage im 14. Jahrhundert erbaut und 1556 zerstört. Das heutige Schloss wurde von 1608 bis 1616 errichtet und 1664 umgebaut. Der achteckige Treppenturm stammt aus dieser Zeit. Weitere Umbauten wurden im 19. Jahrhundert vorgenommen, so z.B. die rundbogige Hofeinfahrt und das gusseiserne Brückengeländer. (H.T.)

Baubeschreibung:

Das Besondere an Schloss Holte ist das auf einer sechseckigen Insel errichtete Herrenhaus, das ursprünglich von Wirtschaftsgebäuden mit sechs polygonalen Eckpavillons umgeben war, die jedoch nur noch teilweise erhalten sind. Das recht schmucklose und ungegliederte Herrenhaus besitzt drei vor die Hoffassade tretende Türme, von denen der mittlere als Treppenturm dient und im Unterschied zu den beiden anderen nicht über quadratischem, sondern polygonalem Grundriss aufgeführt wurde. Alle Türme werden von geschweiften barocken Hauben mit Laternen bekrönt. Besondere Aufmerksamkeit verdient das reich gegeliederte Portal des Treppentums, das zwei wappenhaltende Löwen und die Jahreszahl 1664 aufweist. Über der rundbogigen Hofeinfahrt findet sich eine Bauinschrift, die in das Jahr 1616 datiert. (H.T.; J.F.)