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Brincke

Geschichte:

Haus Brincke wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Wasserschloss von den Herren von Brincke errichtet und im Jahr 1231 erstmals urkundlich erwähnt, als ein Sigfridus von Brincke als Gefolgsmann der Grafen von Ravensberg genannt wird. 1357 wurde das Anwesen an den Burgmann Johann von Kerssenbrock veräußert. Sein Nachkomme Ludger erhielt 1491 das Burglehen der Ravensburg. Eine bedeutende Persönlichkeit war Rembert von Kerssenbrock, der von 1547 bis 1568 Paderborner Fürstbischof war und zu den Bauherren von Schloss Neuhaus bei Paderborn gehörte. 1754 starb das Geschlecht mit dem Tod des Dompropstes und Statthalters Ferdinand von Kerssenbrock aus. Sein Vetter Fritz Ferdinand Freiherr von Korff gen. Schmising erbte das Anwesen mit der Auflage, Namen und Kirschblüten der Kerssenbrocks von nun an mit im Wappen zu führen. Er verkaufte das bewegliche Gut, darunter eine wertvolle Kristall- und Medaillonsammlung und 150 Gemälde, unter anderem von Rembrandt, Dürer, Raphael, Holbein und Breughel. Mit dem Erlös ließ Fritz Ferdinand Freiherr von Korff gen. Schmising den Osnabrücker Dom restaurieren. Die Nachfahren der Familie sind noch heute im Besitz des Schlosses. (H.Tausendfreund)

Bauentwicklung:

Haus Brinke wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut. Zweimal wurde das Schloss renoviert und ausgebaut. Das Herrenhaus wurde in den Jahren 1674/1675 neu errichtet. Von 1897 bis 1898 entstand ein kompletter Neubau mit Schlosskapelle. (H.Tausendfreund.)

Baubeschreibung:

Schloss Brincke besteht aus einem schlichten Schlossbau, einem sich zum Herrenhaus öffenenden Viereck von Wirtschaftsgebäuden und einer Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Kapelle. Das Herrenhaus ist auf einem Pfahlrost aus Eichenstämmen erbaut und von einem doppelten Graben umgeben. (H.Tausendfreund)