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Patthorst

Geschichte:

Erbauer des Rittergutes Patthorst waren die Grafen von Ravensberg, die es als Jagdschloss nutzen. Ende des 14. Jahrhunderts wurde es zum Stammsitz der Familie von Closter. Wilhelm von Closter erhielt das Gut 1463 zum Lehen. 1486 war er Marschall bei Herzog Adolph von Jülich und Berg, Graf von Ravensberg. Nach der Zerstörung der Pulvermühle bat die Pächterin Gertrud Agnes von Monichaus, Wittib vom Closter zur Patthorst 1640 um Pachterlass, die Antwort ließ drei Jahre auf sich warten.
Das Geschlecht von Closter starb mit Caspar Heinrich 1813 aus, Erbin war die Tochter Franz Wilhelms, Therese von Closter, die seit 1803 mit Karl Christian Heinrich von Eberstein verheiratet war. Seit 1830 war er der Besitzer des Rittergutes Patthorst. Die Freiherrenfamilie Eller-Eberstein bewohnt das Schloss bis heute und bewirtschaftet es forstwirtschaftlich und als Pferdehof. (H.Tausendfreund)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung der spätmittelalterlichen Burg, dem Vorgängerbau des heutigen Adelssitzes liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Die Pulvermühle wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1782 wurde das heutige Herrenhaus erbaut. 1818 ließ der letzte Freiherr vom Closter, Caspar Heinrich das Mausoleum nahe des Hauptgebäudes errichten. 1822 bestand Schloss Patthorst aus einem Herrenhaus mit Gräfte und Wirtschaftsgebäuden.1845 erfolgte ein Umbau des Schlosses, bei dem die Wirtschaftsgebäude von der Insel des Herrenhaus in den Nordosten verlegt wurden. Das nun freien Gelände wurde unter Einbeziehung des Gemüsegartens zu einem Landschaftspark umgewandelt. (H. Tausendfreund)

Baubeschreibung:

An die Stelle der spätmittelalterlichen Burg trat ein spätbarocker Adelssitz. Das nüchterne Herrenhaus liegt in einem weitläufigen Park. Die Fassade schmückt das Wappen der Familien vom Closter. Neben dem Gebäude liegen ein Forsthaus und einige Wirtschaftsgebäude und südlich davon ein Mausoleum mit vier ionischen Säulen. (H.Tausendfreund)