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Gevern

Geschichte:

Bei der in der Gemarkung Küntrop gelegenen Burg Gevern handelt es sich um eine arnsbergische Burg, deren Gründung und baldige Zerstörung in engem Zusammenhang mit dem Kampf um die Gebietshoheit auf der Neuenrader Hochfläche erfolgte. Sehr wahrscheinlich wurde Burg Gevern 1353 gegen die unweit entfernt gelegene märkische Stadt- und Burggründung Neuenrade angelegt. In einem Streit zwischen den Grafen von Arnsberg und von der Mark war bereits 1354 festgelegt worden, dass Graf Gottfried von Arnsberg sein "Haus Gevern" bis zu einer noch zu fällenden Entscheidung dem Kölner Erzbischof zu Lehen aufzutragen hat. Die Anlage hatte der Graf jedoch zu diesem Zeitpunkt an niederadelige Gefolgsleute als Lehen ausgegeben. Als Lehnsnehmer erscheinen die von Binolen bzw. als Inhaber eines Afterlehens die von Altena. In einer Fehde zwischen den Grafen von Arnsberg mit den Grafen von der Mark wurde Burg Gevern bereits 1355 zerstört und in der Folgezeit nicht wieder hergestellt. Die Burg fiel wüst und ihre baulichen Reste wurden offenbar durch Steinraub abgetragen. (G.Rustemeyer)

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung der vermutlich in kurzer Zeit errichteten und nach wenigen Jahren bereits zerstörten Anlage sind keine konkreten Angaben möglich. (G.Rustemeyer)

Baubeschreibung:

Von der Burg Gevern, die in einer sumpfigen Niederung angelegt wurde, haben sich nur noch geringe Reste erhalten. Gut erkennbar ist das 34x30 m große, rundlich-ovale Gelände der wohl als Motte anszusprechenden Hauptburg, das heute von dichtem Baumbestand besetzt ist. Die die Burg umgebenden, bis zu 12 m breiten Gräben sind nur noch schwach erkennbar. (G.Rustemeyer)