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Alpen, Alte Burg

Geschichte:

Der Ort wurde 1074, die Herren von Alpen nach 1084 erstmals erwähnt. Burg und Herrschaft waren kurkölnisches Lehen, seit dem 15. Jh. im Besitz der Grafen von Neuenahr, ab 1606 der Grafen von Bentheim-Steinfurt.
Ein "castellanus de alpheim" wird für das Jahr 1200 erwähnt und setzt eine Burganlage voraus, wobei unklar bleibt, ob die Motte oder die Abschnittsbefestigung im W gemeint ist. Die Burganlage selbst wird 1320 und 1329 als "castrum" urkundlich erwähnt. Eine im Vorfeld der Burg entstandene Siedlung wird in den Schriftquellen 1319 als Stadt bezeichnet und 1354 von Gumpert von Alten mit Privilegien ausgestattet. Von 1350 bis 1460 unterhielten die Herren von Alpen dort eine Münzstätte. 1418 waren Burg und Herrschaft an Johann von Neuenahr übergegangen. Einer seiner Nachkommen ließ 1541 eine Hausordnung für die Burg Alpen schriftlich niederlegen, in der verschiedene Bauelemente erwähnt werden (vgl.Lit).(E. Nieveler)

Bauentwicklung:

In der Hausordnung von 1541 wird ein großer Turm (für den Nachtwächter) erwähnt, ferner eine Pforte an der Vorburg und an der Hauptburg, die mit Wachpersonal ausgestattet sind. Im Siebenjährigen Krieg ( 1756-63) dient das Schloss zeitweise als Lazarett. 1758 wird die Burg bei einem Erdbeben stark beschädigt. Nach dem Verfall während der französischen Herrschaft wurde der Bau 1809 beim Bau der Chaussee abgetragen, in den späten 70er Jahren des 20. Jhs. von der Gemeinde jedoch teilweise wieder hergerichtet. Erkennbar sind heute noch der Burghügel, Graben und Wall (E. Nieveler)

Baubeschreibung:

Erhalten ist heute noch der Hügel der Motte von 70-75 m Dm. und ca. 4 m Höhe, die im 19. Jh. noch Reste eines Mauerberings aufwies, der heute jedoch verschwunden ist. Der Wall mit begleitendem Graben ist in der Osthälfte im Gelände kenntlich. Die Vorburg lag westlich des Burghügels, jenseits der Burgstraße in Richtung der Alpschen Ley und ist heute ein untertägiges Bodendenkmal. Ein N-S. verlaufender Wallabschnitt ist auf ca. 100 m Länge noch 55 m entfernt von der Burgstraße erkennbar. (E. Nieveler)

Arch-Untersuchung/Funde:

RLMB 1913