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Haag bei Vynen

Geschichte:

Frankewitz, Landesburgen (2007), S. 68 vermutet für Vynen ein "huys", das im Jahre 1392 im Lehnsregister Kleve aufgeführt wird. Dessen Lage ist unsicher, die Ortslage auch nur vermutet, so dass eine zweifelsfreie Identifizierung mit dem sog. Gut Budelshage nicht möglich ist (Vgl. dazu auch Kirmse 22-24). Um 1450 folgt ein nicht ritterbürtiges Geschlecht auf diesem Hof, 1586 schließlich der Klevische Hofarzt Dr. Weyer. 1735 kaufte es der Kriegsrat J. A. Grusemann, der jedoch nur im Innern Umbauten vornahm (Einbau eines Kamins). Um 1750 endete die Lehnsherrlichkeit des Hauses Haag, das in der Folgezeit mehrfach den Besitzer wechselte. (Elke Nieveler)

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung der Anlage lassen sich nach bisherigem Kenntnisstand keine Angaben machen. Der noch erkennbare Baubestand der Anlage datiert ins 18. und 19. Jh. (Elke Nieveler)

Baubeschreibung:

Unmittelbar bei der heutigen modernen Hofanlage sind Reste der zweiteiligen Anlage sichtbar. Sie bestand aus einem Mottenhügel, der von Gräben umgeben war, die heute verfüllt sind. Im Süden lag der Zugang zur ca. 50 x 60 m umfassenden Vorburg, auf der die Gebäude liegen, die im frühen 18. Jh. kartographisch belegt sind. Auch diese waren von einem Graben umgeben. Wehrhafte Mauern wurden bereits im 18. Jh. nicht mehr nachgewiesen. Das neue Gebäude des 19. Jhds. wurde außerhalb des Wehrgrabens errichtet. Das alte Gebäude mit zwei Nebengebäuden wurde ca. 1705 auf einem Fluratlas von Johannes Bücker (vgl. Kirmse Abb. 2) dargestellt. Auf einer Zeichnung von 1763 (Kirmse Abb. 3) sind das dreigeschossige Haupthaus und ein Nebengebäude dargestellt. Im ausgehenden 18. Jhd. erfolgte jedoch eine weitgehende Umgestaltung mit angesetzten Seitentrakten, Fassadenumgestaltung und Umwandlung des Satteldaches in eine vierseitige Turmhaube. (Elke Nieveler)

Arch-Untersuchung/Funde:

Erstellung des Denkmalblattes und Besichtigung 1979.