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Wietersheim

Geschichte:

Die erste urkundliche Erwähnung einer Johanniterkommende in Wietersheim datiert in das Jahr 1322. Die Kommende weitete im 14. und 15. Jh. ihren Besitz erheblich aus. 1418 schenkten die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg ihre in Reher (bei Aerzen) gelegene Kapelle an die Kommende. Wietersheim gehörte zur später evangelischen Ballei Brandenburg und geriet im 16./17. Jh. wiederholt in Streitigkeiten um Besitzansprüche. Im 18. Jh. fungierte sie als eine reine Versorgungseinrichtung. 1799 wurde die Anlage an den Mindener Domkapitular Freiherr Philipp von Cornberg verkauft. 1810 erwarb Jérôme Bonaparte den Besitz und schenkte ihn an seine Tochter Melanie Félicité de la Garde. Nach deren Tod kam das Gut in bürgerliche Hände. 1945 brannten die Gebäude vollständig aus. Der Wiederaufbau erfolgte in reduzierter Form. (C.Skodock)

Bauentwicklung:

Die mittelalterliche Anlage wurde nach einer Zerstörung im 30jährigen Krieg wiederaufgebaut. Unter Domkapitular von Cornberg erfolgte der Umbau der älteren Anlage zum dreigeschossigen Schloss. Nach Zerstörung im 2. Weltkrieg erfolgte eine vereinfachte Wiederherstellung der neuzeitlichen Gebäude. Bereits im 19. Jh. waren die westlich und südwestlich gelegenen Wirtschaftgebäude abgerissen worden.
Der Schlosspark wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu angelegt. (C. Skodock)

Baubeschreibung:

Eine Beschreibung der mittelalterlichen Anlage ist nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht möglich, da die Burg im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Erhalten haben sich lediglich Reste der Anlage des 17. Jh.(C.Skodock)