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Hollwinkel

Geschichte:

Die mittelalterliche Geschichte der Burg ist nicht geklärt. Vermutlich wurde sie als Grenzburg des Bistums Minden am Ende des 13. Jh. errichtet. An der Errichtung scheint eine Familie von Holle beteiligt gewesen zu sein. Von diesem ersten Bau dürfte im Kern noch der massige, südwestliche Rundturm der heutigen Anlage stammen. 1504, 1652, 1667 und 1735 wurde die Anlage jeweils umgebaut und erweitert. Die Datierungen erschließen sich aus in den Mauern verbauten Wappensteinen, ohne dass den jeweiligen Phasen ein bestimmter Bauteil zugeordnet werden konnte. 1776 erwirbt die Familie von der Horst Burg Hollwinkel, deren Stammsitz sie ab 1830 wird. Hiermit dürfte auch die Erweiterung von 1870-73 zusammenhängen, der das Gebäude das heute vorherrschende historistische Erscheinungsbild verdankt. (C.Skodock)

Bauentwicklung:

Nach der Rekonstruktion von Ludorff (BuK Lübbecke (1907) S. 9) handelte es sich bei dem mittelalterlichen Bau um eine eingeschossige Vierflügelanlage mit mächtigem Rundturm mit Fachwerkobergeschoss an einer Seite. Dieser Turm ist im Kern in der heutigen Anlage noch erhalten. Die heutige Vier-Flügel-Anlage stammt aus dem 17. und 18. Jh. Der der Auffahrtsallee zugewandte Südflügel in aufwändigen Historismusformen entstand 1870-73. (Cornelia Skodock)

Baubeschreibung:

Nach der Rekonstruktion von Ludorff (BuK Lübbecke (1907) S. 9) handelte es sich bei dem mittelalterlichen Bau um eine eingeschossige Vierflügelanlage mit mächtigem Rundturm mit Fachwerkobergeschoss an einer Seite. An der Schmalseite befand sich ein einfaches Tor. Auf einer der Längseiten ein Abtritterker. Der Turm ist auch in der heutigen Anlage noch kenntlich, bekam jedoch Ende 19. Jh. Zinnen und einen Helm. Die heutige Vier-Flügel-Anlage ist aus Quadermauerwerk, geschlämmten Bruchstein, Fachwerk und Zierfachwerk errichtet. Das Obergeschoss der Westseite ist verschiefert. Der Innenhof ist bis auf die Südwand in Fachwerk, die Obergeschosse kragen z. T. auf Knaggen vor. Das Fachwerk ist z. T. mit Schnitzereien (Rosetten) verziert. Die Südwand des Hofs gehört zu dem Ende des 19. Jh. enstandenen Flügel und ist aus Sandstein. (C.Skodock)

Arch-Untersuchung/Funde:

1871 wurden große Steinkugeln im Burggraben gefunden.