EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hudenbeck

Geschichte:

Die Anlage wird erstmals 1404 urkundlich erwähnt, im Besitz der Familie von Ennigloh (Ennichlo), sie dürfte damit also noch dem 13. Jh. entstammen. Die von Ennigloh waren Burgmannen der Ravensberger Grafen. In der Fehde mit dem Osnabrücker Bischof wurde die Burg 1434 von dessen Gefolgsleuten eingenommen und zerstört. In den folgenden Jahren muss sie wieder aufgebaut worden sein, da sie 1460 in der Mindener Bistumschronik ausdrücklich erwähnt wird. Die Anlage bleibt in den folgenden Jahrhunderten im Besitz verschiedener Linien der Famile von Ennigloh. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Anlage von den Schweden verwüstet, nach anderen Quellen soll sie zweimal niedergebrannt worden sein. Durch Erbgang gelangt sie an die Familie von Schele. Unter Heinrich Friedrich von Schele wurde 1734 das Herrenhaus neu errichtet. 1813 wurde das Gut an die Familie von Oheimb verkauft, die bereits das Gut Holzhausen besaßen. Die Vereinigung der beiden nahe beieinander gelegenen Güter in einer Hand führt in der Literatur häufig zu Verwechslungen. 1893 brannte das Herrenhaus durch Blitzschlag ab. Der Neubau war erst 1926 abgeschlossen. (C.Skodock)

Bauentwicklung:

Zur Entwicklung der mittelalterlichen Anlage können nach bisherigem Stand der Forschung keine Aussagen gemacht werden. Inwieweit bei dem Neubau von 1734 die Fundamente des Vorgängers verwendet wurden, ist nicht zu entscheiden. (C.Skodock)

Baubeschreibung:

Auf- und Grundriss der mittelalterlichen Anlage sind nach derzeitigem Stand der Forschung nicht zu rekonstruieren. Die Wirtschaftsgebäude wurden im 18. Jahrundert neu errichtet und sind seitdem mehrmals umgestaltet und erneuert. Das Herrenhaus stammt aus dem Jahr 1926. Es handelt sich um einen unter Einfluss des Heimatstils errichteten Massivbau unter Krüppelwalmdach, Zierfachwerk an den Giebeln und am traufseitigen Erker. (C.Skodock)